Jagdzeit jetzt

AUSTRALIEN – Im Reich der wilden Wasserbüffel

wasserbüffel australien
Martin Mirwald | 15 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 44

Erlebnisse im Northern Territory Australiens

Text und Fotos: Martin Mirwald

 

Jagen im abgelegenen und kaum bewohnten zentralen Arnhemland.

Arnhemland ist eine von fünf Regionen des australischen Northern Territory und hat knapp 18 000 Einwohner auf einer Fläche von 97 000 Quadratkilometern. Der Name stammt von der Arnhem, einem Schiff der holländischen VOC (Vereenigde Oostindische Compagnie), das diese Küste 1623 noch vor den Engländern erkundete. Heute gehört das Land wieder den Aborigines. Der Aufenthalt für Nichtaborigines ist nur mit einer befristeten Genehmigung möglich.

Wasserbüffel gelangten zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Haustiere in den tropischen Norden Australiens. Die ersten Siedler gaben auf und verließen das Arnhemland wieder, doch die Büffel blieben zurück, verwilderten und vermehrten sich. Abenteurer und Pioniere machten wegen der Häute Jagd auf die bis zu 1 200 Kilo schweren Riesen.

Durch die dichte Büffelpopulation entstand ein Netzwerk ausgetretener Wechsel, das sich allmählich mit Meerwasser füllte. Große Umweltschäden waren die Folge. Wasserbüffel sind auch Träger ansteckender Krankheiten wie der Brucellose und der bovinen Tuberkulose. Deshalb ließ die Territorialverwaltung sie Anfang der 1980er Jahre zu Hunderttausenden einfangen. Die Tiere wurden zu einem eigens errichteten Schlachthof transportiert und zu Katzen- und Hundefutter verarbeitet, bis man zum Abschuss aus Hubschraubern überging.

Im Arnhemland leben auch „fleischfressende“ Pflanzen. Dies ist eindeutig ein Sonnentau, mit auf den kleberigen Blättern gefangenen Kleininsekten.

Der angrenzende Kakadu-Nationalpark ist heute nahezu büffelfrei, doch Arnhemland blieb das Reich der Wasserbüffel. Outfitter bewirtschaften hier große Jagdkonzessionen und übernehmen einen Teil der Bestandsregulierung. ...

Sie haben schon ein Abo? Jetzt anmelden ›
Sofort weiterlesen?
Jetzt Abo abschließen
... und sofort Zugang zu allen Ausgaben erhalten
DIGITAL Abo
DIGITAL Abo 6,90 € / pro Monat
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu allen digitalen Ausgaben – 7 Tage kostenlos testen!
Mehr Erfahren
Beliebteste Option
PLUS Abo
PLUS Abo 85,00 € / jährlich
Sparen Sie 30%! Sie erhalten vier Jagdzeit Ausgaben im Jahr plus unbeschränkten Zugang zu allen Artikel in digitaler Form.
Mehr Erfahren
PRINT Abo
PRINT Abo 85,00 € / jährlich
Erhalten Sie vier mal im Jahr eine hochwertige Ausgabe der Jagdzeit!
Mehr Erfahren

Weitere relevante Artikel

DOWN UNDER – Jagen im Outback

banteng australien wasserbüffel büffel
Roland Zobel | 27 Min. Lesezeit
Wasserbüffel und Banteng sind die großen Wildrinder Australiens, die Jäger immer wieder in ihren Bann ziehen. Glücklich, wer beide Arten bejagen kann! Keine befestigten Straßen, keine Farmen, keine Zäune – nur die weite Wildnis des Arnhemlandes erwartet uns auf dem Weg ins Buffalo Camp, einem Fly...

AUSTRALIEN – Fotostory: Sambarhirsch

sambarhirsch hirsch australien
John Tsialos | 4 Min. Lesezeit
Während die Wildart in Teilen ihres natürlichen Verbreitungsgebietes bedroht ist, haben sich Sambarhische in den bewaldeten Teilen Australiens stark vermehrt und nachhaltig etabliert. Die Jagd auf sie ist spannend und herausfordernd, da die Hirsche in unzugänglichen Gebieten ihre Fährte ziehen. D...

AUSTRALIEN – Büffel, Banteng und Red Bulls in Arnhemland

muskete wasserbüffel red bull banteng keiler büffel australien
Heinz Faude | 38 Min. Lesezeit
Im Arnhemland zu jagen, bedeutet Wildnis zu erleben, so wie sie schon lange existiert. Unseren Autor hat aber nicht nur dieser Umstand gereizt, denn er jagt recht archaisch, er führt eine Steinschlossmuskete. Es gilt also, nah ans Wild zu kommen! „Er wird kommen“, sagt Eric leise zu mir. Langsam ...