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Der Ernstfall – Tief im Schacht

beizjagd usa
Dr. Frank B. Metzner | 6 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Jagdzeit 66

Wäre da nicht ein GPS-Halsband, ein langes Kletterseil und die Hilfe von zwei Freun-den gewesen, hätte der Falkner Tyler Sladen (33) wohl seinen jungen Vogelhund verloren. Während der Jagd auf Montezuma-Wachteln in New Mexiko/USA fiel Tylers junger Hund   Tillo in einen verlassenen Minenschacht. Nur mit einer gefährlichen Abseilaktion war das Leben des Hundes zu retten …

Zusammenstellung Dr. Frank B. Metzner

 

Tyler ging im Oktober 2023 mit dem befreundeten Ehepaar Elijah und Brianna Barbour auf die Jagd in einer abgelegenen, wüstenähnlichen Gegend in New Mexiko. Gegen 17 Uhr machten die Freunde eine Kette Wachteln hoch. Tylers Habicht Jimmy schlug eine der Wachteln, weswegen er nun seinen jungen Hund namens Tillo schnallte, damit er auch Erfahrungen sammeln konnte.

Der Hund trug wie immer in der Wildnis sein GPS-Halsband und entfernte sich nach dem Schnallen gute hundert Meter von seinem Führer. Tyler ließ ihn erstmal frei stöbern, kümmerte sich um seinen Greif und sah erst nach zwei Minuten auf sein Empfangsgerät. Doch da war nichts, er hatte kein Signal ... Wie war das möglich?

„Ich nutze diese Technik seit Jahren und kenne ihre Stärken und Schwächen. Diese Halsbänder versagen immer nur aus zwei Gründen: Entweder ist der Hund außer der Empfangsweite – also tief in einem Tal oder weit über einem felsigen Bergrücken – oder es liegt ein technischer Defekt am Sender- oder Empfängergerät vor", erklärte Tyler. „Ich rief den Hund und suchte alles erfolglos mit meinem Fernglas ab. Auch meine beiden Freunde konnten ihn nicht mehr sehen. In einer solchen Situation geht man dann gezielt auf die letzte Stelle zu, wo es noch Empfang gab. Auf gut siebzig Meter war das Garmin wieder auf Sendung, dann wieder nicht und alles wurde noch seltsamer.“

Als er seinem Handgerät folgte, zeigte es ...

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