Jagdzeit jetzt
Newsletter Anmeldung
Die Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich.

Die Baldus-Kolumne – Hexenjagd auf Besitzer antiken Elfenbeins

baldus kolumne
Dr. Rolf D. Baldus | 10 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 36

EU-UMWELTKOMMISSAR Karmenu Vella zeigte sich am 10. Juli höchst erfreut. Gerade hatten ihm die Umweltaktivisten von Avaaz eine Studie überreicht, der zufolge das meiste in der EU gehandelte Elfenbein illegal sei. Die EU begrüße die neue Studie, so der Kommissar. Er zeigte sich offen für weitere Schritte, d. h. für eine weitere Verschärfung des Handels. Nur sechs Tage später schickten bereits die Umweltministerinnen und -minister Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs und Luxemburgs ein Schreiben an den Kommissar und forderten, er solle den Mitgliedsländern ganz rasch einen Entwurf für eine weitere Verschärfung vorlegen. Wenn man weiß, wie lange es normalerweise dauert, bis ein solches gemeinsames Schreiben von vier Ministerien abgestimmt und versandt wird, dann kann man vermuten, dass hier eine von langer Hand vorbereitete Aktion abläuft.

Möglicherweise überschlugen sich aber auch nur die Ereignisse, weil viele Tierrechtsorganisationen gerade Kampagnen durchführen, die ein Totalverbot allen Elfenbeinhandels, am besten auch die Zerstörung von Schnitzereien in privatem Besitz, zum Ziel haben.

Zumindest Frankreich und Großbritannien sind Hardliner, wenn es um kontraproduktiven Totalschutz von Wildtieren und gegen die Jagd in Afrika geht. Sie dürften hinter dem Schreiben stecken. Aber auch das Bonner Umweltministerium steht unter dem Druck der Tierrechtsbewegung. So hat zum Beispiel der amerikanische „Fonds für Tierwohlfahrt“ dort vor Kurzem eine Online-Meinungsumfrage vorgelegt, nach der die Mehrheit der EU-Bürger angeblich ein totales Handelsverbot befürwortet.

 

Braucht Europa weitere Verschärfungen?

Schon jetzt ist der Handel mit Elfenbein innerhalb der EU und aus der EU auf alte Bestände beschränkt. Die Ausfuhr von unbearbeiteten Stoßzähnen, die m...

Sie haben schon ein Abo? Jetzt anmelden ›
Sofort weiterlesen?
Jetzt Abo abschließen
... und sofort Zugang zu allen Ausgaben erhalten
PRINT Abo
PRINT Abo 85,00 € / jährlich
Erhalten Sie vier mal im Jahr eine hochwertige Ausgabe der Jagdzeit!
Mehr Erfahren
Beliebteste Option
PLUS Abo
PLUS Abo 85,00 € / jährlich
Sparen Sie 30%! Sie erhalten vier Jagdzeit Ausgaben im Jahr plus unbeschränkten Zugang zu allen Artikel in digitaler Form.
Mehr Erfahren
DIGITAL Abo
DIGITAL Abo 6,90 € / pro Monat
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu allen digitalen Ausgaben – 7 Tage kostenlos testen!
Mehr Erfahren

Weitere relevante Artikel

Baldus-Kolumne – Jäger-Solidarität mit Ukraine!

baldus kolumne cic ukraine
Dr. Rolf D. Baldus | 5 Min. Lesezeit
In diesen Tagen fällt es mir schwer, an Jagd zu denken. Angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, der grausamen Kriegsverbrechen und des millionenfachen Leids kommt keine Freude auf – weder zu Beginn des neuen Jagdjahres noch beim Gedanken an die diesjährigen Jagdreisen, die, d...

Baldus-Kolumne – Wildnis aus der Retorte

afrika baldus kolumne pongola
Dr. Rolf D. Baldus | 8 Min. Lesezeit
Früher habe ich behauptet, das tansanische Selous-Wildreservat, in dem ich einige Jahre meines Lebens verbracht habe, sei Afrikas ältestes Wildschutzgebiet. Immerhin wurde es vom deutschen Reich schon 1896 gegründet, wie ich selbst durch Aktenstudium im Nationalarchiv in Dar es Salaam herausfand....

Die Baldus-Kolumne – Verbot der Trophäeneinfuhr

baldus kolumne
Dr. Rolf D. Baldus | 9 Min. Lesezeit
 Nach jetzigem Sachstand wird die Partei „Bündnis 90/Die Grünen“ in der nächsten Bundesregierung vertreten sein. Ganz egal, ob schwarz-grün, rot-rot-grün oder in Ampel. Selbst „Wir können auch Kanzlerin“ ist nicht ausgeschlossen. Wer sich das Parteiprogramm oder das Wahlprogramm anschaut, der wir...