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Die Baldus-Kolumne – Zum Ende des Jagdverbots in Botswana

baldus kolumne
Dr. Rolf D. Baldus | 13 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 40

„Dazu gehört, dass wir Lügen nicht Wahrheiten nennen und Wahrheiten nicht Lügen.“

Text: Dr. Rolf D. Baldus
Fotos: Adobe Stock (Villiers, Michael, Zerophoto)

Botswanas Präsident Masisi, der seit dem 1. April im Amt ist, hat bereits im Mai die Aufhebung des seit fünf Jahren geltenden Jagdverbots angekündigt. Eine parlamentarische Untersuchungskommission hatte dies zuvor empfohlen. Ab 2020 soll wieder gejagt werden. Für Afrikajäger war dies die wichtigste jagdpolitische Schlagzeile der vergangenen Monate. Es sieht ganz danach aus, dass Jäger bald wieder in diesem wunderschönen Land des südlichen Afrikas mit seinen reichen Tierbeständen auf die Pirsch gehen können.

Vor genau 40 Jahren bin ich eine Woche lang mit dem Einbaum durch die Okavango-Sümpfe Botswanas gefahren. Meine einzige Bewaffnung war ein Beil. Mein Führer, ein einheimischer Fischer, stakte nicht nur das Boot. Er passte auch auf, dass die Hippos unser wackeliges Gefährt nicht umstießen; und er zeigte mir, wie man nachts vom Einbaum aus mithilfe einer Taschenlampe kleine Krokodile im glasklaren Wasser mit der Hand fangen kann. Sie blieben unsere einzige Beute und wir setzten sie als „catch and release“ wieder zurück ins Wasser. Damals habe ich davon geträumt, in Botswana einmal die Büchse zu führen. Das könnte jetzt wahr werden. Besonders erfreulich ist dabei, dass die Bewohner der ländlichen Hegegebiete von den Ausgaben meiner Safari profitieren würden.

Ihnen war das von ihrem früheren Präsidenten Khama auf Betreiben von Tieraktivisten verordnete Jagdverbot ein Dorn im Auge. Viele Dörfer hatten ihre Jagdeinnahmen verloren. Die Konflikte zwischen gefährlichem Großwild, vor allem Elefanten, und ländlichen Bewohnern sind in den vergangenen Jahren dramatisch angestiegen. Es gab Verletzte und Tote...

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