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Der Blick in die Glaskugel: Die Zukunft der Auslandsjagd

baldus kolumne
Dr. Rolf D. Baldus | 8 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 57

Text Dr. Rolf D. Baldus  

Fotos Adobe Stock (Michael)

 

Kürzlich wurde ich von der „International Fellowship of Hunters“ gebeten, einen Online-Vortrag zur Zukunft der Auslandsjagd bei einem ihrer Zoom-Meetings zu halten. In dem Freundeskreis tauschen sich jagende Mitglieder von Rotary International untereinander aus. Damit wurde mir eine schwierige Aufgabe gestellt. Bekanntermaßen sind Vorhersagen unsicher und hängen sehr von Annahmen ab, obgleich die heutigen Studien über die Zukunft des Globus und der Menschheit von vielen Interessengruppen als unumstößliche Wahrheiten verkauft werden. Dabei enthalten sie meistens überhaupt keine wissenschaftlichen Prognosen, sondern bestenfalls auf Hypothesen beruhende mögliche Szenarien.

Hilfreich ist es, wenn man eine Vorhersage aus der Vergangenheit zum selben Thema darauf abklopfen kann, was denn nun wirklich eingetreten ist. Mir fiel nämlich ein, dass ich vor ziemlich genau 33 Jahren im malerischen Iteshi-Teshi in Sambia einen Vortrag mit identischer Fragestellung gehalten habe. Wildschutzbeamte und Politiker der Staaten des südlichen Afrika waren dort zusammengekommen, um die Zukunft von Wildschutz und Natur-Tourismus in ihren Ländern zu erörtern und im Rahmen der „Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika“ (SADC) abzustimmen. Ich hatte über den Jagdtourismus gesprochen. Grund genug, das alte Manuskript noch einmal herauszuholen.

Auch damals im August 1990 wagte ich einen Blick in die Zukunft der Afrikajagd, wenn auch nur bis zum Jahr 2000. Ich entwarf zwei Szenarien.  

Angesichts des wachsenden Ferntourismus und schwindender Jagdmöglichkeiten zu Hause würden europäische und amerikanische Jäger mehr und mehr nach Afrika schauen. Jagdtourismus würde sich aufgrund dieser kaufkräftigen Nachfrage vielerorts als Alternative zu weniger...

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