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DEUTSCHLAND – Krieghoff: Gewehrschmiede mit Leidenschaft

krieghoff waffenmanufaktur
Dr. Frank B. Metzner | 61 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 24

Spannendes Handwerk: Von Jagdbüchsen und deren Fertigung mit Leidenschaft

Die Firma Krieghoff aus Ulm ist bekannt für ihre innovativen, mit Sicherheits-Handspanner ausgestatteten Büchsen. Jagdzeit International-Autor Dr. Metzner war mehrere Tage im Werk und berichtet von der Entwicklung der berühmten deutschen Gewehrmanufaktur, beleuchtet Vergangenheit und Gegenwart sowie Gewehre und Kaliber, die von Krieghoff entwickelt worden sind.

Fotos: Dr. Metzner und Archiv

Die Krieghoff Doppelbüchse gibt es seit 2013 nun auch mit „mitdenkenden Ejektoren“.

Die Wurzeln der H. Krieghoff GmbH liegen im thüringischen Suhl, dem früheren Zentrum des Jagd- und Sportwaffenbaus in Deutschland. Nach Suhl zieht in den 1880er Jahren auch der junge Berthold Selmar Ludwig Krieghoff, der aus Nordhausen stammt. Er arbeitet als Lehrer, verliert diese Stelle jedoch, als er anlässlich einer Wette für die damals immense Summe von 100 Goldmark eine Sau in Unterhosen um den Dorfmarktplatz treibt. Die Story ist verbürgt, bringt ihm aber neben kurzfristigem Spaß zunächst großen Ärger ein. Später sollte es sich aber doch noch als Glücksfall für ihn erweisen, da er nun eine Stelle in Suhl bekommt und kurz darauf die Tochter des dortigen Schulrektors ehelicht.

Wie im Jahr 1960 wird auch heutzutage noch ein Großteil der Arbeiten von Hand ausgeführt.
Werbeanzeige aus den 1930er Jahren, damals war das Portfolio noch umfangreicher als heute.

Der Familienname Krieghoff steht nach dem Forscher Hans-Jürgen Fritze nicht für die Wörter „Krieg“ und „Hoffnung“ – dies sei eine volksetymologische Fehldeutung – sondern dafür, dass der Urahn aller Krieghoffs seinen Bauernhof mit Gewaltanwendung „gekriegt“ (oder bewahrt) hat.

Da der Lehrerberuf nicht viel einbringt, gründen Krieghoff und sein Partner Sempert im Jahr 1885 die Fir...

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