Jagdzeit jetzt
Newsletter Anmeldung
Die Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich.

Die Baldus-Kolumne – Sind Likes und Quote wichtiger als Fakten und Aufklärung?

baldus kolumne
Dr. Rolf D. Baldus | 9 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 29

Die Auslandsjagdt stand in diesem Jahr immer wieder unter heftigem Beschuss von Jagdgegnern aus Europa und Amerika. Die Afrikaner kamen in diesen Debatten kaum zu Wort. Wer gibt uns eigentlich das Recht, in Berlin, Paris, New York oder Brüssel entscheiden zu wollen, wie die Afrikaner ihre Wildtiere und Natur bewirtschaften sollen? Und dennoch wird dies tagtäglich versucht. Öko-Kolonialismus und Rassismus kennzeichnen den hysterischen Kampf der Tierrechtler und ihrer Verbündeten in Parteien und Parlamenten gegen die Jagd in Afrika.

Der Internationale Rat für die Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) hat deshalb in diesem Jahr bei mehreren wichtigen Gelegenheiten Afrikanern ein Forum geboten, ihre Sicht des Naturschutzes und der nachhaltigen Nutzung des Wildes zu präsentieren. Auf seiner Generalversammlung in Brüssel hat der CIC mehrere Veranstaltungen durchgeführt, bei denen Vertreter Afrikas mit Europa-Abgeordneten und EU-Beamten öffentlich diskutierten. Während der gerade zu Ende gegangenen 17. Welt-Konferenz der Washingtoner Artenschutzübereinkunft (CITES) gab es mehrere sehr hochrangig mit Ministern aus dem südlichen Afrika besetzte Foren unter der Überschrift: „Bewahrt Ruhe und lasst Afrika sprechen!“

Eindrucksvoll haben die Vertreter Afrikas dort deutlich gemacht, dass zur nachhaltigen Nutzung des Wildes auch der Jagdtourismus gehört. Er ergänzt den Fototourismus, ein Verbot würde das Todesurteil für Hunderttausende Wildtiere bedeuten. In vielen Schutzgebieten würden bald Kühe und Ziegen weiden, Wildnis würde kärglichen Maisfeldern Platz machen. Es war deshalb folgerichtig, dass die CITES-Konferenz, an der immerhin 152 Regierungen teilnahmen, ein kraftvolles Bekenntnis zur nachhaltigen Jagd als einem wichtigen Instrument des Naturschutzes abgab...

Sie haben schon ein Abo? Jetzt anmelden ›
Sofort weiterlesen?
Jetzt Abo abschließen
... und sofort Zugang zu allen Ausgaben erhalten
PRINT Abo
PRINT Abo 85,00 € / jährlich
Erhalten Sie vier mal im Jahr eine hochwertige Ausgabe der Jagdzeit!
Mehr Erfahren
Beliebteste Option
PLUS Abo
PLUS Abo 85,00 € / jährlich
Sparen Sie 30%! Sie erhalten vier Jagdzeit Ausgaben im Jahr plus unbeschränkten Zugang zu allen Artikel in digitaler Form.
Mehr Erfahren
DIGITAL Abo
DIGITAL Abo 6,90 € / pro Monat
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu allen digitalen Ausgaben – 7 Tage kostenlos testen!
Mehr Erfahren

Weitere relevante Artikel

Baldus-Kolumne – Jäger-Solidarität mit Ukraine!

baldus kolumne cic ukraine
Dr. Rolf D. Baldus | 5 Min. Lesezeit
In diesen Tagen fällt es mir schwer, an Jagd zu denken. Angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, der grausamen Kriegsverbrechen und des millionenfachen Leids kommt keine Freude auf – weder zu Beginn des neuen Jagdjahres noch beim Gedanken an die diesjährigen Jagdreisen, die, d...

Die Baldus-Kolumne – Verbot der Trophäeneinfuhr

baldus kolumne
Dr. Rolf D. Baldus | 9 Min. Lesezeit
 Nach jetzigem Sachstand wird die Partei „Bündnis 90/Die Grünen“ in der nächsten Bundesregierung vertreten sein. Ganz egal, ob schwarz-grün, rot-rot-grün oder in Ampel. Selbst „Wir können auch Kanzlerin“ ist nicht ausgeschlossen. Wer sich das Parteiprogramm oder das Wahlprogramm anschaut, der wir...

Die Baldus-Kolumne - Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!

baldus kolumne
Dr. Rolf D. Baldus | 8 Min. Lesezeit
Ein deutscher Jagdreiseanbieter teilte nach der Regierungsbildung seinen „lieben Waidgenossinnen und Waidgenossen“ freudig mit: Das Einfuhrverbot für Trophäen sei vorläufig vom Tisch, da im Koalitionsvertrag nicht festgeschrieben. Darauf hätten nicht nur alle ausländischen Partner und Auslandsjäg...