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ENGLAND – Biltong: Damwildjagd im teuersten Landstrich der Insel

england damwild
Peter Brade | 13 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 14

„Unvergleichlich, dieses Biltong“ – der Duke ist begeistert. „Und es stammt tatsächlich aus England?“ Der Feinkosthändler in London hebt in typisch britischer Manier die Nase und rückt seine Krawatte zurecht. Etwas pikiert und mit bedeutend angehobener Stimme antwortet er: „Selbstverständlich aus England, sogar ganz aus der Nähe!“

Was sind das für Leute, die da Edel-Culling in einem der teuersten Landstriche Englands betreiben? Dort, wo Beckham eine Villa hat und von wo aus jeden Morgen engste Bedienstete der Queen nach London starten. Dort, wo die Besitzer der größten Porzellan- und Papiermanufakturen des Landes residieren.

Text und Fotos: Peter Brade

 

England ist bekannt für seine Parks und wundervollen Landschaften. Vom Damwild weiß man, dass es gerade diesen Lebensraum liebt. Gar nicht weit von London entfernt gibt es großartige Damwildreviere, in denen Rudel von 50 bis 60 Stücken und mehr keine Seltenheit sind. Zu Beginn des Winters wird hier verstärkt Jagd auf das Kahlwild gemacht, um das Wildbret in der Weihnachtszeit zu vermarkten. Neben dem Verkauf des hochwertigen Fleisches ist die „Veredelung“ eine das ganze Jahr über gefragte Variante. Doch der in Hertfordshire ansässige Gourmet-Metzger David stellt nicht einfach Wurst und Schinken her. Der Weltweit-Jäger hat aus Südafrika originale Trocknungsmaschinen für das im schwarzen Kontinent bekannte Biltong mitgebracht und nach dem Experimentieren mit importiertem Kudu, die perfekte Verarbeitung des Damwild-Wildbrets entwickelt. Damit das Trockenfleisch genauso schmeckt wie in Afrika, werden die Gewürze ebenfalls direkt vom Kap geliefert.

Das erste Licht des Morgens taucht die Landschaft in ein märchenhaftes Blau. Jetzt heißt es warten. Der Wechsel führt vom Feld in den dicht bewaldeten Einstand.

Es ist Spätherbst und wi...

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