Jagdzeit jetzt
Newsletter Anmeldung
Die Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich.

KENIA – Wie ein Greenhorn schlussendlich einen Leoparden erlegt

leopard kenia
Wolfgang Schenk | 14 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 25

Text: Wolfgang Schenk
Fotos: Wolfgang Schenk, Günter Klatt

Nachdem ich etwa drei Jahre in Kenia gejagt und einige Büffel erlegt hatte, wollte ich als nächstes unbedingt auf Leopard jagen. Dies hing auch mit meinem Beruf zusammen, denn ich war von 1966 bis 1977 Chefpräparator bei der Firma Zimmermann in Nairobi, wo wir viele Leoparden präpariert haben. Es war daher mein großer Wunsch, einmal einen selbst erlegten Leoparden abzuziehen, den Körper zu vermessen, die Anatomie zu studieren und den Schädel, die vier Beinknochen und das Becken herauszupräparieren, um diese Teile später zum Modellieren eines neuen Modells verwenden zu können.

In den Maralalbergen leben die Samburu, ein den Maasai verwandter Stamm.

Doch es dauerte einige Jahre, bis ich am Ziel war. Am Anfang assistierte mir mein Bekannter Bob, mit dem ich auch meinen ersten offiziellen Büffel schoss. Bob lebte in Nairobi von seinem Kapital und hatte immer Zeit. Er war aber in Bezug auf die Leopardenjagd genauso ein Greenhorn wie ich. Wir hängten Köder in Bäumen auf, von denen wir glaubten, dass sie von einem Leoparden angenommen würden, ohne zuvor Spuren von einem Leoparden entdeckt zu haben. Wir transportierten sogar einen stinkenden Köder von einem Baum, an dem er nicht angenommen worden war, eine Woche später in ein anderes Gebiet, in der Hoffnung, dass der Geruch oder besser gesagt der Gestank, einen Leoparden anlocken würde – natürlich ohne Erfolg.

Bill York, ein Berufsjäger mit dem ich mich gut verstand, hatte schließlich Erbarmen und beschrieb mir einen Baum in den Maralal-Bergen, an dem ich mit Sicherheit einen Leoparden erlegen würde.

“The Spotted Lion” aus dem gleichnamigen Buch von Kenneth Gandar Dower.

Zusammen mit Hans Germani, der Afrika-Korrespondent für „Die Welt“ in Nairobi war, buchten wir für eine Woc...

Sie haben schon ein Abo? Jetzt anmelden ›
Sofort weiterlesen?
Jetzt Abo abschließen
... und sofort Zugang zu allen Ausgaben erhalten
DIGITAL Abo
DIGITAL Abo 6,90 € / pro Monat
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu allen digitalen Ausgaben – 7 Tage kostenlos testen!
Mehr Erfahren
Beliebteste Option
PLUS Abo
PLUS Abo 85,00 € / jährlich
Sparen Sie 30%! Sie erhalten vier Jagdzeit Ausgaben im Jahr plus unbeschränkten Zugang zu allen Artikel in digitaler Form.
Mehr Erfahren
PRINT Abo
PRINT Abo 85,00 € / jährlich
Erhalten Sie vier mal im Jahr eine hochwertige Ausgabe der Jagdzeit!
Mehr Erfahren

Weitere relevante Artikel

KENIA – Büffeljagden aus einer anderen Zeit

kenia büffel
Wolfgang Schenk | 18 Min. Lesezeit
Im zweiten Teil der Schilderungen seiner jagdlichen Erlebnisse in Kenia nimmt uns der Autor mit zur Büffeljagd. Das ganze Land steht ihm offen, doch am häufigsten zieht es ihn in die Aberdare Mountains, wo er einige spannende Erlebnisse mit wehrhaftem Wild hatte. Wenn man in Kenia lebte und zu ja...

KENIA - Das Porträt XIV: Der Wildtierarzt - Als jagender Veterinär im „alten Kenia“

wildlife management portrait kenia
Dr. Frank B. Metzner & Dr. Karin Scherer | 58 Min. Lesezeit
Dr. Dieter Röttcher hat ab 1965 in Kenia gelebt, gejagt und als Tierarzt im Wildlife Management gearbeitet. Sein Zuhause war unter anderem die aus dem Film „Jenseits von Afrika“ bekannte Farm am Fuße der Ngong-Berge.   Ein Leben, geprägt von Abenteuern im Busch und gesegnet mit besonderen Bekannt...

INDIEN – Man-Eater in Indien, Teil I (2014)

leopard indien
Dr. M. Metzner | 7 Min. Lesezeit
Obwohl es in Afrika mehr Angriffe von Großkatzen auf Menschen gibt, sind diese in Indien besser dokumentiert. Jedes Jahr sterben dort auch heute noch eine Vielzahl von Menschen durch Leoparden. In den vergangenen Jahren stiegen die Angriffe signifikant, insbesondere am Rande von Großstädten. Jagd...