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Kommentar CIC – Falknerei als Teil unserer Kultur

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Ein Artikel aus Ausgabe 6

Text: Peter Sapara, CIC Kommission Falknerei
Fotos: Klaus Leix
 

Über den Anfängen der Falknerei liegt der Schleier der Geschichte. Man muss sich vielleicht klarmachen, dass irgendwann in unserer Vorzeit der Mensch im stürmischen Flug der Greifvögel eine Waffe erkannte, die den flüchtigen Vogel, das flüchtige Wild auch dann noch erreichte, als es dem Bereich der eigenen primitiven Waffen entkommen war.

Über den Ursprung und die Entstehung der Falknerei wissen wir also nichts Genaues. Der Beginn der Falknerei liegt so weit zurück, dass die Erstausübenden noch keine geschichtlichen Völker waren, d. h., dass ihnen noch die Schrift fehlte.

Es gibt zwar 5000 Jahre alte Steinzeichnungen von Menschen mit Adlern auf der Faust im Altai-Gebirge, das ist aber nicht unbedingt ein Hinweis auf die Falknerei. Es war in vergangenen Zeiten bei vielen Völkern durchaus üblich, dass sich die Stammesfürsten als Zeichen der Macht Greifvögel hielten.

Beizfalke kehrt nach erfolglosen Jagdflug auf das Federspiel zurück.

Das Anliegen, dem Beizvogel möglichst schnell zu folgen, bedingte die Nutzung des Pferdes. Man kann daher annehmen, dass die Falknerei erst entstand, nachdem die Haustierwerdung des Pferdes abgeschlossen war. Damit hatten die Menschen die Kulturstufe der Hirten erreicht. Hier sind vor allem die asiatischen Steppenvölker zu nennen, die das Pferd verwendeten und auch das ideale Gelände für den Einsatz von Pferd, Windhund und Falke zur Beizjagd hatten. Aus dem asiatischen Raum breitete sich die Beizjagd durch Völkerbewegungen des Altertums nach Osten und Westen aus. Aber weder im alten Ägypten noch bei den Griechen oder Römern war die Falknerei bekannt. Durch zahlreiche Belege besteht kein Zweifel, dass die Germanen mit Vergnügen der Beizjagd oblagen und sie innerhalb kürzester Zeit zu e...

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