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SPANIEN – Macho Montes: Steinbockjagd im südaragonischen Hochland

bergjagd spanien steinbock
Paul Kretschmar | 32 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 24

Lo mejor de la vida no se planea, simplemente sucede.

– Spanisches Sprichwort
(Die schönsten Momente im Leben kann man nicht planen, sie geschehen einfach)

Text: Paul Kretschmar
Fotos: Paul Kretschmar, Okapia

 

Reise ins Blaue

Schon lange hegte ich den Traum, auf den edlen Steinbock zu waidwerken. Daher gibt es kein Zögern, als mich ein spanischer Kollege auf die Möglichkeit anspricht, auf Beceite-Steinbock (span.: Macho Montes Beceite) zu jagen. Es gibt vier Unterarten des Iberischen Steinbocks: den Gredos-, Beceite-, Sierra-Nevada- und den Ronda-Steinbock, die jeweils in unterschiedlichen Gebirgsketten Spaniens beheimatet sind. Der Beceite-Steinbock unterscheidet sich seinem Äußeren nach deutlich vom Alpensteinbock, obwohl er genetisch nahe mit diesem verwandt ist. Der auffallendste phänotypische Unterschied ist das lyraförmige Gehörn, das an der Basis sehr stark ist und sich erst im letzten Drittel verjüngt. Die Endpartien der Schläuche sind nicht wie beim Alpensteinbock nach unten gebogen, sondern drehen sich nach oben, was dem Beceite-Steinbock sein charakteristisches Aussehen verleiht. Sein Lebensraum liegt in den felsigen Gebirgszügen der gleichnamigen Region, die sich von Tortosa im Nordosten bis Teruel im Südwesten erstreckt.

Im Anschluss an Geschäftstermine in Barcelona findet sich ein freies Wochenende und ich bin sofort Feuer und Flamme. Zwar ist mein Spanisch etwas eingerostet, doch die Kommunikation mit Pablo per E-Mail funktioniert auf Anhieb gut. Pablo, das ist der spanische Jagdführer, den mir mein Kollege wärmstens empfohlen hat. Pablo spricht zwar auch fließend Englisch, doch habe ich mir fest vorgenommen, diese Gelegenheit zu nutzen, um mein Spanisch aufzupolieren. Englisch ist daher bei dieser Jagd für mich tabu.

Am 16. April geht es bei wolkenlosem Himmel u...

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