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AFRIKA – Afrikanische Schweinereien: Eine dauerhafte Leidenschaft

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Hans G. Schabel | 21 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 39

Warzenschweine, Busch-, Pinselohr- und Riesenwaldschweine sind die Vertreter der afrikanischen Sauen. Unser Autor konnte über Jahrzehnte hinweg alle Arten bejagen – und ist bis heute von den afrikanischen „Schweinereien“ fasziniert!

Text: Hans G. Schabel
Fotos: Hans G. Schabel, Michael Viljoen, Christophe Morio

Hans Schabel in jungen Jahren mit einem nicht zu verachtenden reifen Keiler, der sich auf einer Fleischjagd bei Morogoro in Tansania präsentierte.

Die frühmorgendliche Fußpirsch hat neben der belebenden Frische eines afrikanischen Morgens bisher „nur“ Leoparden-, Ducker- und Büffelspuren gebracht, als plötzlich vor uns etwas Großes, Schwarzes geräuschvoll durch eine dicht bewachsene Insel von Buschwald bricht. Bis wir allerdings ein Riesenwaldschwein ansprechen und unsere Sinne sammeln können, ist das Tier schon weg. Dieser Keiler wäre heute, am sechsten Tag meiner Safari schon willkommene Beute gewesen. Ich hatte nämlich bisher noch nichts erlegt und keinen einzigen Bongo gesehen, das Tier, welches mich in diese vergessene, ferne und rohe Ecke im Südosten der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) gelockt hatte. Während diese spiralhörnige Wunderantilope Vorrang genoss, hoffte ich in diesem Schweineparadies, wo alle drei Gattungen afrotropischer Schweine vorkamen, gleichzeitig auf eine Kur für mein schon seit Jahrzehnten währendes Schweinefieber. 

Ein kapitaler Warzenkeiler. Die besten Jagdgebiete findet man zurzeit in Südafrika und Namibia.

Nach dem Anlaufen mehrerer Salinen, wo wir nur einen einhörnigen Büffel in die Flucht treiben, sind wir bei zunehmender Hitze schließlich auf dem Weg zurück zum Mbari-Camp. Meine Gedanken sind schon beim Mittagessen und einer Siesta im kühlen Schatten, als unser Hauptpisteur auf ein Warzenschwein vor uns am fernen Ende einer langen...

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