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AFRIKA – Afrotropische Sauen

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Hans G. Schabel | 7 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 39

Afrikanische Sauen lassen sich einteilen in Warzenschweine, Buschschweine sowie Riesenwaldschweine. Es folgt ein Blick auf wesentliche Merkmale sowie Verbreitungsgebiete – und ein kurzer Exkurs zu Pinselohrschweinen sowie Wüsten- oder Somaliwarzenschweinen. 

Text: Hans G. Schabel

 

Im Moment unterscheiden Taxonomen weltweit bis zu 22 Arten wilder Schweine in zwei Familien. Mit drei Pekari (Tayassu) genannten Arten sind die Tayassuidae in der Neuen, die Suidae mit 19 Arten in der Alten Welt vertreten. Unter den letzteren werden neun von in Eurasien und Nordafrika heimischen Wildschweinen der Gattung Sus sowie die in Südostasien vorkommenden Zwergwildschweine (Porcula salvania) und vier Arten von Hirschebern (Babirusa spp.) unterschieden. Letztlich kommen noch drei auf Afrika südlich der Sahara beschränkte Gattungen (Hylochoerus, Phacochoerus und Potamochoerus) vor, die je nach taxonomischer Auffassung 3–5 Arten darstellen. 

Während sämtliche asiatische Wildschweinarten, außer dem auch in Europa und im nördlichen Afrika in mehreren Unterarten heimischen, gewöhnlichen Wildschwein (Sus scrofa), als vom Aussterben bedroht, gefährdet oder potenziell gefährdet gelten, kommen afrotropische Schweine, zumindest regional oder lokal, noch in gesunden Beständen vor. Das gilt besonders in von Muslimen bewohnten Landstrichen, also etwa auf der Hälfte des subsaharischen Kontinents, wo religiöse Tabus (haram) zum Genuss von Schweinefleisch für Gleichgültigkeit oder Toleranz gegenüber diesen Tieren sorgen, es sei denn, es geht um Wildschaden. Allerdings versprechen demographische und klimatische Trends für Afrika massive Biotopverluste und damit weitere Populationseinbrüche auch dieses Wildes. So waren z. B. bis in die 1970er Jahre in Kenia Riesenwaldschweine (Hylochoerus meinertzhageni) noc...

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