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Bunthärtung

waffenmanufaktur
Peter Kersten | 7 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 13

„… nun sollen seine Geister auch nach seinem Willen leben. Seine Wort` und Werke merkt ich und den Brauch und mit Geistesstärke tu ich Wunder auch.“

- Johann Wolfgang Goethe

Text: Peter Kersten 
Fotos: Konrad Recknagel, Peter Kersten

 

Wie, um alles in der Welt, werden Dinge, Zusammenhänge entdeckt? Dass der Neandertaler nach einem geglückten Wettlauf mit einem Buschfeuer einen Hirsch fand, der weniger glücklich war und nun – gut durchgebraten – förmlich darauf wartete, probiert zu werden, ist nachvollziehbar. Dass unser Vorfahr nicht zögerte, dieses Nahrungsangebot anzunehmen, darf als gesichert angenommen werden. Und es hat ihm geschmeckt, sonst wäre die Entwicklung unserer Küche wohl anders verlaufen, na ja, vom Steak au bleu mal abgesehen. 

 Blaue Pracht.  

Auch das Entdecken des Härtungsprozesses von Stahl ist nachvollziehbar, hat da doch wohl ein Schmied, dem bei der Fertigung des neuen Schwertes für seinen Souverän eben jener im Nacken stand, das Schwert in Wasser getaucht, um schneller weiterarbeiten, schleifen zu können – und war überrascht! Die Entdeckung des Anlassprozesses zur Erreichung einer Gebrauchshärte ist auch noch zu verstehen, man wollte den Härteprozess schlicht ungeschehen machen, reversieren, weil das Material zu hart wurde und schnell brach.

Wesentlich früher waren sicher die verschiedenen Farben bekannt, die Stahl bei verschiedenen Temperaturen annimmt, und da man sicher seine Schwierigkeiten hatte, Temperaturen zu messen – die jeweiligen Erfinder kamen nicht nach mit ihren Entdeckungen –, war die Farbe sicher Indikation gleicher Verhältnisse bei der Herstellung des oben genannten Schwertes.

Nun sollen im achten Jahrhundert die Chinesen schon ihre Feilen durch Erhitzen und Abschrecken gehärtet haben. Sagt man. Es ist ja auch nicht genug, dass die schon ...

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