Mit spitzer Feder und lustig-mahnenden Darstellungen:
Zum 70. Todestag des Jagdmalers Heinz Geilfus
Seine Bilder von jagdlichen Situationen, reparierten Herzen sowie Tieren und Pilzen mit menschlichen Wesenszügen oder die schmunzelnde Darstellung eines Missgeschickes haben heute noch viele Jägerinnen und Jäger vor Augen. Wenn man sich heute mit den alten Zeichnungen beschäftigt, dann merkt man, dass die nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Jagdzeit stellt in dem nachfolgenden Artikel das Leben und Wirken des Künstlers und einige seiner Werke vor.
Text Dr. Frank B. Metzner und Dr. Karin M. Scherer
Darstellungen Archive Heinz Geilfus (Bad Nauheim, Deutsche Jägerschaft,Dr. Duchardt, Jagdclub Bad Nauheim und Bad Vilbel), Remise Mörler, Dr. Schlieker, JS

Johannes Karl Heinrich „Heinz“ Geilfus (* 25. November 1890 in Gießen; † 25. Januar 1956 in Bad Nauheim) war ein deutscher Werbegrafiker, Karikaturist und Jagdmaler.
Als Sohn einer Schneiderin und eines Justizsekretärs wuchs er mit seinen Geschwistern August und Erna am Fuße des Gleiberges an der Lahn auf. Er besuchte die Realschule in Gießen, anschließend absolvierte er eine kaufmännische Lehre und dann eine Ausbildung zum technischen Zeichner. Ab 1911 wohnte er in Saarbrücken, wo er mit verschiedenen Kunstschmiede-Werkstätten zusammenarbeitete. In Saarbrücken heiratete Heinz Geilfus am 13. Januar 1912 die ebenfalls aus Gießen stammende Wilhelmine Margarete (1885–1955). Sie hatten eine Tochter und später vier Enkelkinder.
Im Telefonbuch Saarbrückens wird er erstmals 1912 als „Kunstmaler“ aufgeführt. Von 1914 bis 1920 lebte Geilfus in Berlin, wo er „künstlerische Studien“ betrieb, aber trotz genauer Recherche kein Nachweis einer Einschreibung an dortigen Kunsthochschulen vorhanden ist. Seinen Militärdienst leistete er von 1...