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Deutschland - Füchslein spring

deutschland erdhund fuchs hund
Eike Mross | 7 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 50

Für Niederwildjäger ist die Baujagd ein Muss. Doch es muss nicht nur bei Kunst- oder Naturbau bleiben, denn in der freien Landschaft werden Rundballenmieten mindestens genauso gerne vom Raubwild bezogen wie unterirdische Baue. Mit ein paar Terriern lässt sich dort schnell Strecke machen.

Text & Fotos Eike Mross

Regen bei vier Grad und ein strammer Westwind machen diesen Sonntag wie geschaffen für eine „entspannte" Jagd mit ein paar ebenso verrückten Freunden. Warum sollte man auch vor dem Kamin sitzen und Lebkuchen in sich reinstopfen, wenn man draußen auf einer Rundballenmiete stehen kann? Berufsjäger Paul Rößler hat noch sechs Mieten auf seinem Zettel, die er regelmäßig kontrolliert. Neben den Natur- und Kunstbauen werden diese gut isolierten Strohmieten sehr gerne vom Raubwild angenommen – nicht nur vom Fuchs. Auch Marder und Waschbären richten sich gerne in dieser Fünf-Sterne-Behausung ein. Denn dort ist es nicht nur schön warm, auch Mäuse lassen sich dort leicht fangen. Die Kontrolle lohnt sich meist erst ab Anfang Dezember, denn vorher sind die Temperaturen noch zu mild. Weil sich die Mieten nicht alleine bejagen lassen, braucht man Freunde, die genauso raubwildverrückt sind und ihren Sonntag gerne für eine Fuchsjagd opfern.

Strohmieten-Jagd betreibt man am besten mit besonnenen Jägern, auf die man sich verlassen kann.
Flinte und Schrote müssen auf die jeweilige Jagd abgestimmt sein. Im besten Fall sollte der Fuchs im Knall liegen. Eine Selbstladeflinte bietet die Möglichkeit schnell nachzuschießen.

Kim und Katja haben Flinte und Terrier dabei und folgen Paul zu zwei nebeneinander stehenden Strohmieten. Sie sind mit grünem Vlies abgedeckt, aber an den Seiten offen. „Wenn die Mieten ganz abgedeckt sind, kann zwar Raubwild rein, springt aber meist nicht“, erklärt Paul. D...

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