Jagdzeit jetzt
Newsletter Anmeldung
Die Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich.

Editorial

editorial
Bernd Kamphuis | 1 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 54

Vergangenheit und Zukunft

 

Jagd ist verwurzelt in Traditionen, die teils Jahrhunderte zurückreichen. Traditionen sind Ausdruck von Handwerk und unserem Wirken. Den Erlegerbruch, den wir uns im deutschsprachigen Raum noch heute an den Hut stecken dürfen, wenn wir Beute gemacht haben, gibt es vermutlich noch viel länger, selbst in fernen Ländern des Südens. Kamen die erfolgreichen Jäger zurück, so wies ihn der lange und gut sichtbare Bruch als denjenigen aus, der am geschicktesten und entschlossensten gehandelt hatte. Somit galt ihm das Ansehen der anderen Dorfbewohner im besonderen Maße.

Wenn man heute von einer der großen Jagdmessen nach Hause fährt, dann hat man vielleicht einen anderen Eindruck. Zumindest erlebe ich es so. Denn da geht es überproportional häufig darum, wie man Technik bei der Jagd einsetzen kann. Um auch in der dunkelsten Nacht losziehen zu können, ausgestattet mit Vor- oder Nachsatzzieloptik sowie einem Spotter zum schnellen Finden des Wildes. Pardon, der Sauen. Denn es gilt ja, der Afrikanischen Schweinepest Herr zu werden. So zumindest lautet das Feigenblatt, das schützend vor den allzu grünen Schritt gehalten wird. Dabei wird die Technik des Nachts längst nicht mehr ausschließlich für Schwarzwild benutzt.

Es gab noch nie einen derart schnellen Grad neuer Technologiesierung in unserer Jagd – und er ist noch lange nicht vorbei, denn Menschen sind erfinderisch. Und dies bedingt, dass wir uns immer weiter von unseren Wurzeln entfernen. Uns davon entfernen, was die Jagd letztlich ausmacht. Aber es ist eben auch festzuhalten, dass Technik per se nicht schlecht ist. Es ist immer ihre Verwendung, es ist das, was der Mensch am Ende draus macht. Hoffen wir auf den gesunden Menschenverstand. Denn ansonsten sieht die Zukunft der Jagd ziemlich düster aus.  

Ich wu...

Sie haben schon ein Abo? Jetzt anmelden ›
Sofort weiterlesen?
Jetzt Abo abschließen
... und sofort Zugang zu allen Ausgaben erhalten
PRINT Abo
PRINT Abo 85,00 € / jährlich
Erhalten Sie vier mal im Jahr eine hochwertige Ausgabe der Jagdzeit!
Mehr Erfahren
Beliebteste Option
PLUS Abo
PLUS Abo 85,00 € / jährlich
Sparen Sie 30%! Sie erhalten vier Jagdzeit Ausgaben im Jahr plus unbeschränkten Zugang zu allen Artikel in digitaler Form.
Mehr Erfahren
DIGITAL Abo
DIGITAL Abo 6,90 € / pro Monat
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu allen digitalen Ausgaben – 7 Tage kostenlos testen!
Mehr Erfahren

Weitere relevante Artikel

TIROL – Der König der Alpen

bergjagd steinbock österreich gams
Torsten Rademacher | 25 Min. Lesezeit
Steinwildjagd ist nicht nur für Bergjäger eine unglaubliche Erfahrung. Unser Autor ist passionierter Jäger und kann über das Königswild der Alpen einiges berichten. In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder in den Hochlagen geschneit. Der Hohe Riffler, mit 3 168 Metern über NN die alles behe...

Wiederöffnung der Jagd!

angola riesenrappenantilope
Dr. Rolf D. Baldus | 5 Min. Lesezeit
Von 1961 bis 2002 dezimierten Bürgerkriege die Wildbestände in Angola. Seitdem hat es die Regierung versäumt, in dem Riesenland (1,25 Millionen Quadratkilometer) irgendeine funktionierende Form von Wildmanagement und Naturschutz einzuführen.  Hinzu kam, dass die Politik die ungeregelte Nutzung de...

ÄTHIOPIEN III – Hyänen in Addis Ababa

hyäne äthiopien
Ludwig Siege | 7 Min. Lesezeit
Äthiopien ist Hyänenland. Bevor ich nach Äthiopien zog, um dort für die Wildschutzbehörde Wildlife Authority zu arbeiten, hatten mir bereits Kollegen von den vielen Hyänen erzählt, die nachts auf den Straßen der Hauptstadt zu sehen seien. Ein Kollege aus Bahir Dar schrieb, dass der Flugplatz dort...