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Tansania sehen und sterben?

afrika büffel tansania
Felix Wilmes | 19 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 65

Träumen kann ich gut. Konnte ich schon immer. Zu meinen größten Träumen zählte jahrelang eine „echte Wildnisjagd“ in Zentral- oder Ostafrika. Allerdings hat so ein Unterfangen seinen Preis und genau da lag das Problem: Der Drang, Afrika zu erkunden, war nach einem einjährigen Aufenthalt in Südafrika nur noch stärker geworden. Zwar reiste ich nach dem Studium jährlich nach Südafrika und zunehmend auch nach Simbabwe. Aber das, was ich für wirkliche Wildnisjagd hielt, lag noch immer in weiter Ferne.

Text & Fotos Felix Wilmes

 

Mit 28 erbte ich etwas Geld von einem kinderlosen Ehepaar, das mir lange Jahre die fehlenden Großeltern ersetzt hatte. Wenn meine Mutter als Intensivschwester zum Spät- oder Nachtdienst ins Münchner Uniklinikum musste, passten Irmengard und Heinz auf mich auf und versüßten mir die Kindheit, wofür ich ihnen ewig dankbar sein werde. Einen Teil des Erbes wollte ich nutzen, um eine lebenslange Erinnerung zu schaffen: die Jagd auf einen ostafrikanischen Kaffernbüffel. Vor Vollendung meines 30. Lebensjahres.

Bei den Jagdmessen in Dortmund und Salzburg besuchte ich unterschiedliche Stände von Outfittern und Berufsjägern. Englischsprachige Veranstalter schienen mir am interessantesten. Aber wie an glaubhafte Referenzen kommen? Und was, wenn die Jagd sich als Pleite entpuppte und der braungebrannte Draufgänger auf Nimmerwiedersehen im Busch verschwand? Derlei Überlegungen ließen mich schließlich bei einem bekannten, deutschen Jäger buchen, dessen Broschüre mit dem Satz warb: „…where your dreams come true.“ – wenn das nicht passte, dann wusste ich es auch nicht mehr! Vor Abreise trafen wir uns mehrfach in Wirtshäusern, wo ich Gelegenheit hatte, meine Vorstellungen zu untermauern: hart sollte die Jagd sein. Und fair. Ich wiederholte mantraartig, wie meine vergangen...

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