Manche Wildarten sind ein lang gehegter Traum. Vielleicht, weil man sie erst spät im Leben bejagen kann oder weil man sie mehrfach vergeblich bejagt hat. So ist es in diesem Fall der Maultierhirsch, der dem Autor zum langersehnten Traum werden sollte. Ob da aller guten Dinge drei sind?
Text Oliver Rüsche
Fotos Oliver Rüsche, Adobe Stock (Krishudds/Wirestock Creators)
Nach Jagden auf Weißwedelhirsche in Finnland und Montana/USA, war mir immer wieder sein Verwandter, der Maultierhirsch, ins Auge gesprungen. Gesehen hatte ich sie schon reichlich im Crow Reservat in Montana. Mal einzeln, dann als kleines Rudel auf irgendwelchen Feldern äsend. Meine bisherigen Jagden auf diese Wildart im Oktober 2024 in Saskatchewan und 2019 in BC blieben leider erfolglos und so suchte ich nach den erlebten „Ich-geh-als-Schneider-nach-Hause-Frustszenarien“ nach einer weiteren Gelegenheit. Aufgeben ist für mich keine Option! Und außerdem: Es ist Jagd und kein Einkaufsbummel!


Ich klage mein „Leid“ Joe, einem kanadischen Jagdreise-Vermittler, mit dem ich immer wieder bezüglich Eisbären- und Walross-Jagden und anderem nordamerikanischem Wild zusammenarbeite. Er empfiehlt mir einen Outfitter in British Columbia (BC), dem er auch immer Jagdgäste vermittelt und bei dem die Erfolgsquote auf Maultierhirsch außergewöhnlich hoch ist. Besonders zur Brunft in den ersten drei Novemberwochen.
Gesagt, getan – und eingetütet! Nach einem kurzen E-Mail-Verkehr mit dem Outfitter über vorhandene Kapazitäten, Check des Terminkalenders und Rücksprache mit der Familie, kann ich die Reise zur Brunft im November 2025 buchen. Zusätzlich habe ich vorher ein entsprechendes Angebot...