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DER LÖWENTÖTER – Das Kaliber .600 NE

waffentest
Dr. Frank B. Metzner | 73 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 25

Es sind seit 1902 weltweit gut 200 Gewehre im Kaliber .600 NE gefertigt worden. Mit vielen sind technische Innovationen, berühmte Namen oder auch spannende Jagderlebnisse verbunden. Jagdzeit International stellt nachfolgend eine der bekanntesten .600er vor, die „Most Powerful and Famous Double Rifle of the British Empire“.

Text: Dr. B. Metzner
Fotos: Dr. J. Eckert sowie Archive BRD, UK und USA

 

Historie

William Jackman Jeffery kommt 1857 zur Welt und beschäftigt sich schon von frühester Jugend an mit der Handwerkskunst. Er meldet 1885 sein erstes Patent für ein Laufinspektionsgerät an, dem weitere folgen. Schnell klettert er die Karriereleiter hoch, wird Manager vom Waffengeschäft P. Webley & Son und 1887, im Alter von 30 Jahren, eröffnet er sein eigenes Geschäft in der „60 Queen Victoria Street, London“. Ein paar Jahre später folgt ein weiteres in der „13 King/St James‘s Street“.

Um die Wende des 20. Jahrhunderts ist Jeffery zweifellos der führende Entwickler von Großkaliberpatronen – alle mit niedrigen Druckverhältnissen – weit vor den anderen großen Edelherstellern in der Jagdindustrie. Zu seinen Entwicklungen zählt zunächst die .450/400 3 Inch Nitro Express (auch bekannt als .400 Jeffery) im Jahr 1902. Es folgen die „langen Zigarren“, die .450 NE No. 2 in 1903 und die .475 NE No. 2 in 1907. Die schlanke .333 Jeffery von 1908 ist längst in Vergessenheit geraten, während die .404 Jeffery von 1909 und die 12,7 x 70 Schuler – mit dem britischen Namen .500 Jeffery von 1920 – sich noch heute in Afrika bewähren. 

Aber Jefferys berühmteste Entwicklung wird immer die .600 Nitro Express bleiben. Um 1899 entwickeln er und der Munitionshersteller Kynoch diese stärkste Patrone des englischen Reiches für die Jagd in den afrikanischen und indischen Kolonien. Eingeführt um 1902 und heute...

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