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DEUTSCHLAND – Im Test: Blaser Bockdrilling BD 14, Aller guten Dinge sind drei

waffentest drilling blaser
Peter Kersten | 8 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 32

Sprichwörter müssen einprägsam sein, nicht unbedingt logisch, denn was daran schön war, dass man nach dreimaligem Nichterscheinen vor Gericht (ahd. thing, ding) in Abwesenheit verurteilt werden konnte, haben wahrscheinlich selbst die alten Germanen nicht nachvollziehen können. In diesem Fall jedoch sind aller guten Dinge drei, weil zusammen verfügbar: große Kugel, kleine Kugel sowie ein Schrotlauf. Neu ist diese Idee nicht, aber so alt sie ist, so lange wird über das Schießverhalten diskutiert, sind doch alle drei Läufe miteinander fest verlötet. 

Text: Peter Kersten
Fotos: Claudia Lüke

 

Zum Titelbild: Die Universalwaffe vergangener Tage, der Drilling, hier schon mit einem Keppeler VVV-(von vorn verstellbar)-Lauf im Kaliber 5,6x52R „modernisiert“. Unschwer zu erkennen ist aber auch, dass die Waffe an Gewicht zunimmt, wobei natürlich der Nutzen der „kleinen Kugel“ die Schwere überwiegt.


Schoss man einen Lauf ab, erwärmte sich dieser und drückte die anderen beiden in eine Richtung – und das war garantiert eine andere als die, wohin die Visierung zeigte. Beim offenen Visier mochte das noch angehen, schließlich wurde das Korn in dieselbe Richtung gedrückt wie die Läufe, was dann zumindest auf kurze (sehr kurze) Entfernung den Versatz ausglich. Dann aber kam das Zielfernrohr mit der damit verbundenen Entfernungserweiterung und aus war es mit dem (eigentlich nur stammtischtauglichen) Ausgleich durch Kornversatz. Eine neue Lösung musste her, sollte die Abgabe des zweiten Kugelschusses kurz nach Abgabe des ersten kalkulierbar werden.

Die Testwaffe, bereits mit großer (7x57 R)und kleiner (5,6x50 R Mag.) Kugel ausgestattet, komplettiert mit einem Schrotlauf Kaliber 20/76, ist sicher nicht gerade beliebt bei den Herstellern mündungslanger Einsteckläufe, kommt jedoch dem Begriff Unive...

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