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DEUTSCHLAND – Zu Besuch bei Hausmann & Co., Ferlach: Kunst kommt von können!

waffenmanufaktur
Peter Kersten | 6 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 23

(Max Liebermann)

…denn wenn es von wollen käme, würde es ja Wunst heißen. So sagt jedenfalls mein Nachbar aus Tansania, der – selbst hochbegabter Maler – neben aller Begabung stets auch die grundsolide Ausbildung, das Handwerk eben, als wesentlichen Bestandteil der Kunst neben der Begabung sah.

Text: Peter Kersten
Fotos: Archiv

Ein Seitenschloss, nicht modifiziert mit Schraubenfedern, sondern immer noch mit handgeschmiedeten Schenkelfedern, die aber heute eine Standzeit aufweisen, die das Mitführen von Ersatzschlossen – dem eigentlichen Sinn von herausnehmbaren Schlossen – unnötig machen.

Ferlach selbst wurde erstmals 1246 urkundlich erwähnt, damals noch als „Vörelach“, so benannt wegen der umliegenden Föhrenwälder. Auf Slowenisch „Borovlje“, war das sicher der Grund, warum die Herren der Firma Borovnik meinen, ihr Name sei mit „Ferlacher“ hinreichend gut übersetzt. Das Werken mit Eisen ist in Ferlach seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar, begünstigt durch Erzvorkommen in den Karawanken und die reichlich vorhandene, nutzbare Wasserkraft. Nachdem Klagenfurt 1529 zur Landeshauptstadt erhoben worden war und ein Zeughaus erhielt, welches ausgestattet werden musste, wandelte sich Ferlach zur Waffenproduktionsstätte. Auch die Heere Frankreichs, Spaniens und der Türkei wurden durch die Ferlacher Waffenschmiede ausgerüstet. Ferdinand I. soll zu diesem Zweck eine Waffenschmiede mit Hunderten Arbeitern aus Lüttich – in den damaligen „Österreichischen Niederlanden“ gelegen – nach Ferlach umgesiedelt haben. Allerdings sind Namen aus dieser Gegend in Ferlach nicht nachweisbar. In den Unterlagen der Herrschaft Hollenburg finden sich aber Namen wie: „Püchsenschifter Hans Glawitsch, Puchsenschmidt Hans Butsch und der Schlosser Hans Huber“. 1641 waren in Ferlach 41 Meister tätig, bis zu 400...

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