Jagdzeit jetzt
Newsletter Anmeldung
Die Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich.

Editorial

editorial
Heiko Schwartz | 2 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 22

Der Tod reist mit …

Es ist vielleicht ein bisschen drastisch formuliert, aber wer auf Reisen in Länder geht, die nicht in Zentraleuropa liegen, wer auf gefährliches Wild jagt oder in Gegenden reist, in denen typischerweise Krankheitserreger ihr Paradies gefunden haben, wer in politisch nicht stabilen Ländern zur Jagd geht oder wilde Kletterpartien in den Bergen veranstaltet, der lebt nun mal gefährlich.

Wer reist, hat zuweilen etwas zu erzählen. Die Jagd selbst ist dabei meist nicht das Gefährlichste, sondern es ist nicht selten das Drumherum. Wer seine Jagdreisen Revue passieren lässt, weiß wovon ich schreibe. Im Jagdgebiet sind es vielleicht die Moskitos oder die durch hohen Druck zur Aggressivität neigenden Elefanten oder Büffel, vielleicht auch ein nicht richtig festgezurrter Sattelgurt des Reitpferdes, die Durchquerung eines Sumpfes mit unbekannten Bewohnern, aber auch die Jagdfahrzeuge, der Straßenverkehr und die Verkehrssitten anderer Länder sind zuweilen tödliche Gefahrenquellen. 

Und sind wir ehrlich: Wir suchen die Herausforderung. Warum sind die Big Five denn beliebte Wildarten unter Jägern? Warum ist es der Nervenkitzel, den wir lieben, wenn wir bei der Elchjagd den brunftigen Bullen bis auf wenige Meter heranlocken? Viele von uns haben Andenken an vergangene Jagden, manche haben auch Verluste im Freundes- oder Bekanntenkreis – doch unsere Natur ist stärker und zieht uns wieder hinaus, vielleicht auch, weil das geordnete, berechenbare, risikoarme Leben nicht die Intensität des Erlebnisses hat, die eine Büffeljagd bietet. Einen Rehbock zu bejagen, ist ein Erlebnis, das ich nicht missen will – doch ist die Jagd zu Pferd, vorbei an Abgründen und durch Geröllhalden, das Betreten von Gebieten, in die vorher kaum Menschen gelangt sind, nicht der Reiz, den wir suchen?...

Sie haben schon ein Abo? Jetzt anmelden ›
Sofort weiterlesen?
Jetzt Abo abschließen
... und sofort Zugang zu allen Ausgaben erhalten
PRINT Abo
PRINT Abo 85,00 € / jährlich
Erhalten Sie vier mal im Jahr eine hochwertige Ausgabe der Jagdzeit!
Mehr Erfahren
Beliebteste Option
PLUS Abo
PLUS Abo 85,00 € / jährlich
Sparen Sie 30%! Sie erhalten vier Jagdzeit Ausgaben im Jahr plus unbeschränkten Zugang zu allen Artikel in digitaler Form.
Mehr Erfahren
DIGITAL Abo
DIGITAL Abo 6,90 € / pro Monat
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu allen digitalen Ausgaben – 7 Tage kostenlos testen!
Mehr Erfahren

Weitere relevante Artikel

Tansania sehen und sterben?

afrika büffel tansania
Felix Wilmes | 19 Min. Lesezeit
Träumen kann ich gut. Konnte ich schon immer. Zu meinen größten Träumen zählte jahrelang eine „echte Wildnisjagd“ in Zentral- oder Ostafrika. Allerdings hat so ein Unterfangen seinen Preis und genau da lag das Problem: Der Drang, Afrika zu erkunden, war nach einem einjährigen Aufenthalt in Südafr...

NAMIBIA – Zauber der Wüste

namibia oryx wüste
Sigurd Hess | 10 Min. Lesezeit
Wüstenjagden in den Hegegemeinschaften des nordwestlichen Namibias haben ihren ganz eigenen Reiz. Es kommen relativ wenige Wildarten vor, nach denen man oft lange suchen muss. Andererseits trifft man manchmal riesige Herden von Springböcken an. Die Hitze schlaucht, doch die unwirtliche, gleichsam...

Überleben in Extremsituationen XVII – Signale: Wie mache ich mich bemerkbar?

ausrüstung überleben in extremsituationen survival
Douw Kruger | 17 Min. Lesezeit
Obwohl Wildnis- und Jagdgebiete in vielen Teilen Afrikas nicht so groß und menschenleer wie in der Vergangenheit und viele Outfitter und Berufsjäger gut ausgestattet mit Mobiltelefonen, Funk, GPS etc. sind, kommt es doch immer wieder zu Notfällen, wo Menschen eine Nacht oder zwei im Busch unter...