Jagdzeit jetzt
Newsletter Anmeldung
Die Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich.

Editorial

editorial
Bernd Kamphuis | 1 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 52

Sind Sie ein Trophäenjäger? 

 

Intuitiv würden die Frage sicher viele von uns mit einem politisch überkorrekten „Nein“ beantworten. Zu negativ behaftet ist das Wort Trophäe mittlerweile. Warum? Weil wir zu oft Bilder gesehen haben, die eine eigene Sprache sprechen, die ein bestimmtes Bild vermitteln und das Thema Jagd in ein falsches Licht rücken. Dicker weißer alter Mann, toter Löwe. Totes Tier, gut gelaunte Menschen. Dass da bei einem Nichtjäger eine krude Nachricht ankommt, verwundert nicht. Als Jäger verstehen wir, warum Menschen auf solchen Fotos lächeln. Aus Freude über ein bestimmtes Stück Wild, vielleicht ist bei mancher Jagd ein lang gehegter Traum Wahrheit geworden.  

Aber es gibt ja noch eine andere Fraktion an Jägern: Heute bezeichnen sich einige als „Fleischjäger“. Das suggeriert, dass man an Trophäen nicht interessiert sei, sondern nur am guten Wildbret. Jagen als freudlose Pflichterfüllung. Doch weder der eine noch der andere Ausdruck ist für sich genommen richtig. Denn zu vielschichtig ist das Thema. Das Prinzip nachhaltiger Jagd – ob Ressource Rotwild oder Büffel ist im Grunde das Gleiche – ist das gesunder Wildbestände und eines entsprechenden Altersklassenaufbaus. Und somit in der Spitze der Pyramide mit alten männlichen Stücken, die sich vererbt haben und die  biologisch gesehen wieder entbehrlich geworden sind.  

Und die interessante Trophäen tragen – an denen man sich freuen darf! Schließlich sind sie Ausdruck eines  gesunden Wildbestandes.  Ich wünsche Ihnen auf allen Wechseln guten Anblick,

Herzlich, Ihr

Bernd Kamphuis

Sie haben schon ein Abo? Jetzt anmelden ›
Sofort weiterlesen?
Jetzt Abo abschließen
... und sofort Zugang zu allen Ausgaben erhalten
PRINT Abo
PRINT Abo 85,00 € / jährlich
Erhalten Sie vier mal im Jahr eine hochwertige Ausgabe der Jagdzeit!
Mehr Erfahren
Beliebteste Option
PLUS Abo
PLUS Abo 85,00 € / jährlich
Sparen Sie 30%! Sie erhalten vier Jagdzeit Ausgaben im Jahr plus unbeschränkten Zugang zu allen Artikel in digitaler Form.
Mehr Erfahren
DIGITAL Abo
DIGITAL Abo 6,90 € / pro Monat
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu allen digitalen Ausgaben – 7 Tage kostenlos testen!
Mehr Erfahren

Weitere relevante Artikel

Zwischen Waidgerechtigkeit & Sportsmanship

waidgerechtigkeit
Dr. Christian Willinger | 16 Min. Lesezeit
Waidgerechtigkeit nennen wir es im deutschen Sprachraum. Bei den Engländern heißt es Sportmanship. Doch was ist überhaupt unter Waidgerechtigkeit zu verstehen, also im Sinne der Begrifflichkeit deutsch geprägter Jagd. Ist die heutige Waidgerechtigkeit noch die unserer Großväter? Anhand von Beispi...

KANADA - Der Öko-Professor mit der Trapline: Interview mit Prof. Mark Boyce

fallenjagd kanada
Bernd Kamphuis & Hans G. Schabel | 8 Min. Lesezeit
Um in Kanada auf Staatsland der Fallenjagd nachzugehen, muss man eine sogenannte „Trapline“ haben, die einem das Recht einräumt, in einem bestimmten Gebiet auf definierte Wildarten – sogenannte „Furbearer“, zu deutsch Pelzträger – zu jagen. Professor Mark Boyce ist Fallenjäger, seit er ein Junge ...

MAZEDONIEN – Hühnerjagd: Steile Klippen – schnelle Hühner!

flugwild niederwild mazedonien balz steinhuhn rebhuhn chukarhuhn
Klaus Schmidt | 25 Min. Lesezeit
Steinhuhnjagd mit Vorstehhunden ist eine feine, körperlich herausfordernde Jagd mit der Flinte. Und auch wenn man schnell und sicher schießt, wird man sich mit wenigen Vögeln begnügen müssen. Zu weit sind die Wege, zu scheu und schlau das Wild. Und gerade deswegen ist es eine besondere Jagd, bei ...