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Editorial

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Bernd Kamphuis | 1 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Jagdzeit 66

Manches ändert sich nie

Hätten Sie gedacht, dass die Bilder von Heinz Geilfus ­quasi nichts von ihrer Aktualität verloren haben? 70 Jahre nach ­seinem Tod sind viele der Zeichnungen thematisch brandaktuell. Sei es der Umgang mit Gewehren – und den daraus entstehenden Gefahren – oder das Thema des Zukunftsbocks. Und auch das Thema Technik hat Geilfus damals schon bewegt. Dabei hätte selbst er sich wohl kaum vorstellen können, welche Stil­blüten dieses weite Feld so erzeugen kann. Wir berichten über ihn und sein Werk ab Seite 28.

Der Kompass des Jagens muss jedenfalls immer wieder überprüft werden. Wie wirkt sich die Technik, die die Nacht zum Tage macht, eigentlich auf das Verhalten des Wildes aus? Ist es wirklich so, dass sauberer gejagt wird? Nachsuchenführer und Kühlzellen sprechen da oft eine andere Sprache …

Dabei ist es doch grundsätzlich immer noch so, dass wir Jäger vom Erlebten zehren – und nicht ausschließlich vom Erlegten. Wer Wildschaden verhüten muss, der kommt um die illuminierte Zielhilfe nicht herum, aber wer mehr möchte als Silhouetten im Absehen, der denkt vielleicht anders. Ich zumindest höre immer mehr Stimmen, die sich zurückbesinnen auf das ursprüngliche Jagen. Oft sind es besonders passionierte Jäger, die wieder abrüsten.

Da sich die Technik weiterentwickelt – und das immer schön schneller –, müssen wir unser Handeln entsprechend kritisch bewerten. Nicht alles, was neu ist, ist gut. Aber manches ist gut und wird vermutlich seinen Platz finden. Was sich jedenfalls nie ändern darf, ist unsere innere Haltung der Natur gegenüber,in der das Wild seinen Platz hat. Betrachten und behandeln wir sie mit dem Respekt, der ihr gebührt.

Ihr
Bernd Kamphuis

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