Jagdzeit jetzt

Meine neue .470 Nitro Express

waffentest
Dr. Peter Kretschmar | 12 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 5

Jedes in Gebrauch stehende Gewehr hat seine Geschichte – und die Geschichte dieses Gewehres geht schon beim ersten Einsatz vor Beginn der Jagdzeit glücklich aus. Allerdings ganz anders als man erwarten würde … Ein Bericht aus Tansania, der sich im Jahre 2007 zugetragen hat.

Text und Fotos: Peter Kersten

 

Natürlich habe ich eine Lieblingswaffe. Jeder hat eine Lieblingswaffe, oder? Meine ist eine Heym Doppelbüchse im Kaliber .375 Holland & Holland. Mit einem 1- bis 4-fachen Zielfernrohr, mittels Suhler Einhakmontage montiert. Ich führe diese Waffe seit 1978 in Afrika. Und, um es vorweg zu nehmen: Sie hat mich nie enttäuscht, die wenigen Fehlschüsse habe ich mir selbst zuzuschreiben. Und ich habe mit ihr alles erlegt: Elefanten, Löwen, Leoparden und Büffel. Trotzdem: Manchmal fühlt man sich sicherer mit etwas mehr Stoppwirkung, etwas mehr Geschossgewicht, etwas mehr Kaliber, kurz: mit etwas mehr Wumm! Namentlich dann, wenn es auf sehr kurze Distanz sehr schnell zur Sache gehen muss!

Deshalb zögerte ich auch nicht lange, als ich eine Ferlacher Bockdoppelbüchse im Kaliber .458 Win. Mag. erwerben konnte, schönes Zubrot dieser Waffe – so dachte ich – waren die Wechselläufe 7 mm Rem. Mag. – 12/76. Suhler Einhakmontagen und Zeissgläser vervollständigten das Ensemble. Aber, wie so oft, grau ist alle Theorie! Zum Laufwechsel fehlt auf der Jagd die Zeit, mit Schrot jagt man in der Regel in Ostafrika nie – und ein ganz gravierender Nachteil war das Kaliber .458 Win. Mag. Die Ejektoren für die randlosen Patronen hatten zwei Federstifte, die in die Auszieherrille der Hülsen griffen und diese dann zuverlässig aus dem Patronenlager auswerfen sollten. Sollten, denn in der Regel rutschten diese besagten Stifte nur über die Rille und beließen die abgeschossenen Hülsen im Lauf, der Auszieher v...

Sie haben schon ein Abo? Jetzt anmelden ›
Sofort weiterlesen?
Jetzt Abo abschließen
... und sofort Zugang zu allen Ausgaben erhalten
DIGITAL Abo
DIGITAL Abo 6,90 € / pro Monat
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu allen digitalen Ausgaben – 7 Tage kostenlos testen!
Mehr Erfahren
Beliebteste Option
PLUS Abo
PLUS Abo 85,00 € / jährlich
Sparen Sie 30%! Sie erhalten vier Jagdzeit Ausgaben im Jahr plus unbeschränkten Zugang zu allen Artikel in digitaler Form.
Mehr Erfahren
PRINT Abo
PRINT Abo 85,00 € / jährlich
Erhalten Sie vier mal im Jahr eine hochwertige Ausgabe der Jagdzeit!
Mehr Erfahren

Weitere relevante Artikel

DEUTSCHLAND – Die Gewehrschmiede Merkel und ihre Doppelbüchsen

waffentest merkel doppelbüchse
Dipl.-Wi. Jur. N. Jung & Dr. M. Metzner | 40 Min. Lesezeit
Merkel hat seit vielen Jahren neben den klassischen Bockgewehren auch eine Doppelbüchsen-Linie mit festverlötetem Laufbündel im Programm. Jagdzeit International stellt hier die Suhler Traditionsfirma und ihr Erfolgsmodell 140 E vor. Bei dem Schlagwort „Side by Side“ schlagen die Herzen höher und ...

DEUTSCHLAND – Der zweiläufige Meter

heym waffentest doppelbüchse
Bernd Kamphuis & Dr. M. Metzner | 11 Min. Lesezeit
Heyms führige Bockdoppelbüchse mit Aluminiumbasküle, das Modell 26, begleitete uns ein Jahr lang im Redaktionstest von Jagdzeit International auf Drückjagden im In- und Ausland. Hier das Ergebnis. Drückjagd in Deutschland: Seit zwei Stunden stehe ich an der Schneise, es ist ein kalter Novembermor...

DEUTSCHLAND – K4: Merkels Karpatenbüchse

waffentest kipplaufbüchse merkel
Peter Kersten | 4 Min. Lesezeit
Merkels Kipplaufbüchse K4 mit Achtkantlauf und Stahlbasküle ist ein feines Gewehr – wir haben sie uns genau angesehen und können dem Einzellader einiges abgewinnen. Es gibt ja nun nicht viel, was bei der Beurteilung einer Kipplaufbüchse noch ungesagt ist. So gesehen beschränkt sich die Aussage au...