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SÜDAFRIKA - Jetzt erst Recht! Auf wilde Nyalas in Südafrika.

südafrika nyala
Felix Wilmes | 16 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 47

Tiefland-Nyalas faszinieren mich seit jeher. Die fast schwarze Decke alter Bullen, dazu rotbraune Läufe, ein ausdrucksstarkes Gesicht und riesige Lauscher, die von kräftigen, gedrehten Hörnern mit milchig-hellen Spitzen überragt werden – einmalig!

 

Text und Fotos: Felix Wilmes

 

Regennasser Busch an den Hängen der Farm „Uitzicht“ im schönen, aber zum Zeitpunkt der Jagd sehr kühlen KwaZulu-Natal.

Es regnet Bindfäden vor den Fenstern meines kleinen, weißgetünchten Zimmers. Unser winziges Camp befindet sich unweit des verschlafenen Städtchens Dundee in der südafrikanischen Provinz Kwa-Zulu-Natal. Ich sitze auf dem Bett, lege mein Buch aus der Hand und sehe einer kleinen Gruppe Elands dabei zu, wie sie sich in 150 Metern Entfernung durchs nasse Grün äsen. War es richtig, hierher zu kommen? Familie, Freunde – fast alle hatten mir von der Reise abgeraten. „Schließlich ist doch Corona und laut Robert-Koch-Institut steht Südafrika auf der Liste der Risikoländer …“ Ich hatte mich anders entschieden, Pro und Contra abgewogen. War es die richtige Entscheidung? Natürlich war es das. Es ist immer richtig, etwas zu wagen. Außerdem meistert Südafrika die Krise deutlich effektiver, als die Politik der Ratlosen in Berlin. Mit dem Gedanken, dass ich so oder so geschäftlich in Pretoria zu tun hatte und es zu Hause ganz sicher nicht besser war, wandte ich mich zufrieden meinen noch immer feuchten Klamotten über dem Heizlüfter zu. Zwei Wochen Ruhe vor der ganzen Panikmache – was wollte ich eigentlich mehr?!

Die Regenzeit fördert alljährlich etliches interessantes Getier zu Tage. Schnecken wie diese überdauern die Trockenzeit unterirdisch.

 

Freie Nyalas in Kwa-Zulu-Natal

Selbst die eleganten Nyalas hatten mit dem schmierigen Boden so ihre Probleme. 

Seit zwei Tagen schüttet es nachts ohne Unterlass....

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