Jagdzeit jetzt
Newsletter Anmeldung
Die Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich.

ÄTHIOPIEN IV – Jagd auf Bergnyala

nyala äthiopien
Bernhard D. Campus | 15 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 16

Äthiopien im Hochland, 2012

Nur im äthiopischen Hochland, am Horn Afrikas, kann man auf Mountain Nyalas jagen. Sie zählen zu den begehrtesten Drehhornantilopen der Welt. Will man ihnen näher kommen, dann betritt man kaum bekanntes Afrika, muss sich auf niedrige Temperaturen, brennende Sonne und eine dicht bevölkerte Bergwelt einstellen.

Text und Fotos: Alexander K. Stärker

 

Feuchtkalt sind die Stunden vor dem Sonnenaufgang im Hochland.

Keinen Schlaf findend, liege ich in einem kaltfeuchten Zimmer. Die Höhe und Kälte des Hochlandes sind jetzt, mitten im deutschen Sommer, ungewohnt. Noch vor einer Woche hatte ich nicht im Traum daran gedacht, heute im äthiopischen Hochland zu sein und in ein paar Stunden auf ein Bergnyala zu jagen. Mehrere Zufälle, eine stornierte Jagd und eine rasche Entscheidung lassen mich jetzt frieren.

Das Bergnyala ähnelt einer Mischung aus Nyala und Kudu. Die bis zu 300 kg schweren Antilopen sind die zuletzt entdeckte große Paarhuferart Afrikas (1908 durch Richard Lydekker) und wohl auch die am wenigsten erforschte.

Pro Jahr werden von der äthiopischen Regierung ca. 25-30 Jagdlizenzen ausgegeben. Das Verbreitungsgebiet ist auf einen kleinen Teil des äthiopischen Hochlands über 2.000 Meter Höhe begrenzt.

Es gibt mehrere Jagdgebiete, die zum größten Teil um den Bale Nationalpark liegen. Dort befindet sich auch das größte Vorkommen der Art. Von den sechs ausgewiesenen Jagdblöcken liegen fünf im alpinen Urwald – regenwaldähnliche Vegetation in einer Höhe von bis zu 3.000 Meter. Nur ein Gebiet, südwestlich des Bale Nationalparks, liegt über der Baumgrenze. Dort sieht es aus wie eine Mischung aus spanischer Macchie und schottischen Highlands. Es ist zwar auch dicht, aber der Überblick ist weitaus besser als in den niedriger gelegenen Gebieten.

Die Anreise erfolg...

Sie haben schon ein Abo? Jetzt anmelden ›
Sofort weiterlesen?
Jetzt Abo abschließen
... und sofort Zugang zu allen Ausgaben erhalten
PRINT Abo
PRINT Abo 85,00 € / jährlich
Erhalten Sie vier mal im Jahr eine hochwertige Ausgabe der Jagdzeit!
Mehr Erfahren
Beliebteste Option
PLUS Abo
PLUS Abo 85,00 € / jährlich
Sparen Sie 30%! Sie erhalten vier Jagdzeit Ausgaben im Jahr plus unbeschränkten Zugang zu allen Artikel in digitaler Form.
Mehr Erfahren
DIGITAL Abo
DIGITAL Abo 6,90 € / pro Monat
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu allen digitalen Ausgaben – 7 Tage kostenlos testen!
Mehr Erfahren

Weitere relevante Artikel

ÄTHIOPIEN – Jungle Love

afrika elefant äthiopien
Hans G. Schabel | 12 Min. Lesezeit
Sich in Äthiopien auf Safari zu begeben, ist schon ein Abenteuer für sich. Wenn es dann zudem gilt, die letzten Somali-Elefanten zu finden, spitzt sich die Sache nochmals zu. Der Ausgang einer solchen Reise ist ungewiss, die Hoffnung ist das Öl, das den Entdeckermotor antreibt. Doch wer nicht hof...

MOSAMBIK – Schwein gehabt: Bushies im Schatten von Inselbergen

mosambik nyala
Hans G. Schabel | 30 Min. Lesezeit
Unter den Drehhornantilopen gilt der Nyala als die schönste Art. In Mosambik ziehen die scheuen Antilopen ihre Fährte in freier Wildbahn. Die Jagd ist spannend, denn sie sind schwierig zu fährten  und haben ihre Einstände in dichten Wäldern. Deswegen sind die Erfolgsaussichten weniger gut als in ...

AFRIKA – Schwergewichte: About Hippos …

afrika hippo äthiopien
Ludwig Siege | 25 Min. Lesezeit
Hippos sind eine für Afrika charakteristische Wildart. Groß, beinahe riesig. Wehrhaft. Wer ihr lautes, voluminös kehliges Grunzen, das sich aufschaukelt und in einem hohen, beinahe juchzendem Ton endet, aus einem nahen Fluss gehört hat, wird sich sein Leben lang an die urigen Tiere erinnern. Und ...