Jagdzeit jetzt
Newsletter Anmeldung
Die Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich.

DEUTSCHLAND – Hundert Jahre Bundesforst Grafenwöhr

rotwild deutschland
Dr. Rolf D. Baldus | 4 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 4

Ein Paradies für Hirsche, Hirschkäfer und Jäger.

Text: Rolf D. Baldus
Fotos:  Joachim Gebhardt

Mit einem Schuss aus einer M109A6 Paladin Haubitze, dem modernsten Gerät der US-Armee, gedachte am 30. Juni pünktlich um 8 Uhr eine hochrangige Versammlung von amerikanischen und deutschen Generälen, Mannschaften, bundesstaatlichen Förstern, Oberpfälzer Bürgermeistern und Vertretern des Freistaats Bayern der hundertsten Wiederkehr der Gründung eines Truppenübungsplatzes, der heute der wichtigste für die US-Armee in ganz Europa ist: Grafenwöhr. 

Gleichzeitig mit dem Truppenübungsplatz wurde vor hundert Jahren auch ein eigenes Forstamt gegründet. Seine Königliche Hoheit Prinz Luitpold, des Königreichs Bayern Verweser, geruhte mit allerhöchster Entschließung am 25.7.1910 die Errichtung des Militärforstamts zu genehmigen. Viele meinen ja, der Umweltschutz sei eine heutige Erfindung, aber auch damals legte man schon großen Wert auf die Erhaltung der Landschaft und des Waldes. Gleichzeitig sollte dies eine wirklichkeitsnahe Ausbildung der Soldaten sichern. Zusammen mit dem Bau des Lagers in 
Grafenwöhr entstand ein schmuckes Forstamtsgebäude im schweizerischen Stil neben dem Wasserturm, dem Wahrzeichen des Platzes. Es dient heute dem ranghöchsten amerikanischen Offizier als Dienstwohnung, während das Forstamt seit 1951 nach Vilseck umgezogen ist.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges und in den Nachkriegsjahren fand eine großflächige Waldzerstörung statt. Wälder wurden zerschossen oder durch riesige Brände zerstört. Von der Besatzungsmacht angeordnete Kahlschläge und wilde Geländenutzung erledigten den Rest. Erst allmählich änderte das Militär seine Einstellung zur Umwelt.

Heute werden die Wälder auf dem Platz nach naturnahen Grundsätzen gepflegt. Die Wirtschaftsziele der Forstwirtschaft auf ...

Sie haben schon ein Abo? Jetzt anmelden ›
Sofort weiterlesen?
Jetzt Abo abschließen
... und sofort Zugang zu allen Ausgaben erhalten
DIGITAL Abo
DIGITAL Abo 6,90 € / pro Monat
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu allen digitalen Ausgaben – 7 Tage kostenlos testen!
Mehr Erfahren
Beliebteste Option
PLUS Abo
PLUS Abo 85,00 € / jährlich
Sparen Sie 30%! Sie erhalten vier Jagdzeit Ausgaben im Jahr plus unbeschränkten Zugang zu allen Artikel in digitaler Form.
Mehr Erfahren
PRINT Abo
PRINT Abo 85,00 € / jährlich
Erhalten Sie vier mal im Jahr eine hochwertige Ausgabe der Jagdzeit!
Mehr Erfahren

Weitere relevante Artikel

UNGARN, Gyótapuszta – Millimeterarbeit

hirsch brunft rotwild ungarn
Bettina Diercks | 23 Min. Lesezeit
Brunft, die hohe Zeit der Rothirsche. Das Revier ist grandios, doch das Wetter spielt den Jägern nicht in die Karten: Es ist viel zu heiß. Doch die Hirsche melden immer besser und allmählich nimmt das Geschehen richtig Fahrt auf. Fünf Tage voller Spannung mit etlichen Erlebnissen auf der Suche na...

SCHOTTLAND – Klassische Rotwildbrunft

hirsch highlands brunft rotwild schottland
Dr. Bernd Ferkmann | 14 Min. Lesezeit
Jagdfreund Dennis und ich hatten für unsere Jagdreise die schottischen Highlands gewählt. Eine vorherige mehrwöchige Wohnmobiltour und Wanderungen hatten mich von der Landschaft begeistert. Hier auf den schottischen Rothirsch zu jagen, das wäre es! Nicht unbedingt der Trophäe wegen, sondern vor a...

Flugwildjagd - Niedersächsische Nilgänse

flugwild deutschland
Eike Mross | 7 Min. Lesezeit
Längst kommen die bunten Wasservögel nicht mehr nur in Nordafrika vor. Ihre Anpassungsfähigkeit hat sie bis nach Niedersachsen ziehen lassen. Und sie breiten sich weiterhin stark aus. In manchen Revieren gibt es derartig viele Nilgänse, dass sie zur Plage für die Landwirtschaft werden. Es gibt vi...