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Editorial

editorial
Heiko Schwartz | 2 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 28

Vorfreude

Es gibt Jagden, auf die freut man sich mehr als auf andere. Zum Glück ist das bei jedem unterschiedlich, 
aber ich mache mir zum Beispiel nicht allzu viel aus der heimischen Saujagd, dafür würde ich für einen Gams oder einen Fasan fast alles stehen- und liegenlassen, was mein Schreibtisch in der Regel für mich bereithält.

Überhaupt ist der aktive, zeitweilig sportliche Aspekt bei der Jagd immer ein wichtiger Grund der ­Motivation, neben dem Naturerlebnis und dem Kennenlernen fremder Länder und interessanter Menschen. 

Mal ehrlich: In Mitteleuropa versuchen ja möglichst viele Kräfte uns das Jagen zu vermiesen. Schaffen Sie aber nicht. Nicht jedenfalls, solange es Menschen gibt, die auf ihr innerstes Selbst hören und sich nicht mit der Jagd auf Pokemons begnügen wollen. Ebenfalls nicht, solange wir als Jäger zusammenhalten. Trotzdem bedarf es der ein oder anderen Kraftanstrengung, unsere Jagd, wie wir sie kennen, auch den nächsten Generationen zu erhalten. Aus meiner Sicht gehört dazu, dass sich die Jagd auch in Deutschland und Österreich professionalisieren muss. Auf der einen Seite freue ich mich über den großen Zuwachs an Jungjägern, männlich wie weiblich, auf der anderen Seite ist klar: So viele Jäger können – und werden – nicht intensiv aktiv jagen. Wir müssen uns daher auch hier darauf einstellen, dass die Jagd professioneller wird. Warum sollten nicht mehrere Hegeringe einen Berufsjäger beschäftigen? Warum sollte es unter meiner Würde sein, einen durch einen Berufsjäger bestätigten Hirsch zu erlegen? Mache ich doch in Ungarn oder Polen auch. Außerdem: Jeder Jungjäger, der neben einem Berufsjäger sein erstes, zehntes oder gar hundertstes Stück schießt, geht mit mehr Wissen und einem positiven Erlebnis nach Haus … und genießt die Vorfreude auf die nächste Jagd....

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