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MONGOLEI – Adlerjägerfest: Die perfekte Symbiose aus Vogel und Mensch

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Frank Riedinger | 8 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 2

Im äußersten Westen der Mongolei, nahe der Grenze zur ehemaligen Sowjetunion, leben überwiegend Angehörige der Bevölkerungsgruppe der Kasachen. Die Nähe zur inzwischen selbstständigen Republik Kasachstan hat sie vor vielen Jahren im Aimag Bayan Olgii sesshaft werden lassen. Die Mongolen selbst sind in dieser Region im eigenen Land in der Unterzahl. 
Hier in der Hauptstadt der Region mit dem Namen Ulgi findet jedes Jahr ein Adlerjägerfest statt, das auf der Welt seinesgleichen sucht.

Text und Fotos: Frank Riedinger

 

Die Berkutschis, das ist ein kasachisches Wort und bedeutet Adlerjäger, finden sich jedes Jahr zu diesem Fest Anfang Oktober in der Nähe von Ulgi ein. In einem großen Jurtencamp leben sie für die nächsten Tage zusammen mit ihren Steinadlern, mit denen sie jagen. Es ist der alljährliche feierliche Auftakt zur Jagdsaison.

 

Geschichte des Adlerjägerfestes

Im Jahre 1959 schlossen sich die Adlerjäger erstmals zu einer Organisation zusammen, um die Traditionen der Adlerjagd zu bewahren und für die kommenden Generationen festzuhalten. Nach der kommunistischen Wende unter Gorbatschow und dem Zusammenbruch des Kommunismus in der Mongolei wurde ab 1989 eine feste Vereinigung gegründet, mit dem Ziel Filme und Bücher über diese besondere Art des Jagens herauszubringen. Das wurde gezielt so umgesetzt, um auf die Einzigartigkeit dieses kulturellen Erbes in der Welt aufmerksam zu machen. Ein Jahr später bildete sich eine kleine Gruppe von vier Personen heraus, die erstmals die Idee eines Adlerjägerfestes äußerten. Seit dem Jahre 2000 wird nun alljährlich dieses Fest begangen und soll in Zukunft bestehen bleiben. Im Jahre 2009 jährte es sich zum zehnten Mal. Dies war auch Anlass zu dieser Bildstrecke. Im Jahre 2000, als das Fest ins Leben gerufen wurde, zählte das Festkomitee ins...

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