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Der Ernstfall XI - Angriff wie aus dem Nichts!

afrika
Dr. Frank B. Metzner | 8 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 48

Es gibt viele Gründe, warum ein Stück Großwild einen Menschen annimmt. Meist ist es verletzt, bedrängt oder will seinen Nachwuchs schützen. Dass es aber zu einem Angriff, einer bewusst gerichteten Attacke, auch ohne ersichtlichen Grund kommen kann, davon erzählt hier Dr. Karl Hans Röttcher.

 

Zusammenstellung und Bilder:  Dr. Frank Metzner

 

Mitte Juli 1976 in Kenia, Afrika. Das bald anstehende Jagdverbot hat die Jägerschaft noch nicht erreicht, das Wild ist zahlreich und die Natur noch fast unberührt, geschützt durch eine gute Jagdorganisation und Forstmänner, die eine strenge Kontrolle gewährleisten.

Es ist ein herrlicher Tag. In der Nacht hat es lange geregnet. Gestern bei der Herfahrt in diesen Block musste ich auf alle vier Räder Ketten aufziehen, so matschig und rutschig war der Weg. Jetzt scheint die Sonne und es fängt an, angenehm warm zu werden.

Meine Frau ist mit unseren beiden Kindern zu ihren Eltern nach England geflogen. Kurz entschlossen packte ich Jagd- und Campingsachen in unseren Toyota und fuhr in die Aberdares. Auf der kleinen, grasigen Lichtung mit einigen Schattenbäumen und dem nahen klaren Bach habe ich gestern Mittag das Zelt auffebaut. „Camp Kirsten“ nennen wir den Platz. Ich bin froh, ganz allein und fort von der Stadt und aller Zivilisation zu sein. Auf einer kurzen Pirsch sah ich gleich nach der Ankunft mehrfach Büffel und einige Buschböcke. In der Nähe der Hütte liegt leider reichlich Müll von einer Safari, die wohl kürzlich hier stattfand.

Gut zwei Stunden bin ich schon unterwegs seit einem schnellen Frühstück. Immer hangauf geht die Pirsch. Ausgetretenen Büffel- und Elefantenwechseln folge ich unter großen Bäumen entlang und durch dichten Bambus. Wieder und wieder öffnen sich kleine Graslichtungen. Mehrfach sehe ich Buschböcke, meistens weibliche....

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