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Editorial

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Bernd Kamphuis | 2 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 26

Die Rolle des Jägers

Auf der jüngst zu Ende gegangenen Jagd & Hund in Dortmund ist es zu gravierenden Veränderungen gekommen: Erstmals sind Aussteller, die Gatterjagden auf Löwen anbieten sowie Aussteller, die Wild, das farbmutiert gezüchtet worden ist, verbindlich darauf hingewiesen worden, dass diese Angebote nicht mehr statthaft sind. Ab dem kommenden Jahr sind sie prinzipiell verboten. Auch die Messe Hohe Jagd in Salzburg wird dieses Verbot aussprechen. Das ist eine gute Entwicklung, die man nur ausdrücklich unterstützen kann. 

Insbesondere das sogenannte „Canned Hunting“ hat gravierenden Einfluss auf die Jagd und auch auf die natürlichen Löwenbestände ganz Afrikas. Löwen wurden in Südafrika zu einem eigenen Zweig in der Tourismusindustrie, angefangen wurde mit Löwen-„Babys“, die dem Muttertier nach der Geburt sofort entnommen wurden, damit Touristen sie streicheln können. Der nächste Schritt waren Attraktionen wie „Walk with Lions“, wo zahlende Touristen mit den halbzahmen Jungtieren umherlaufen konnten. Waren die Löwen groß, dann hatten sie keinen Nutzen mehr. Aber da gab es noch die Möglichkeit, sie von zahlenden Kunden schießen zu lassen ... Ein kompletter Irrsinn.

Dass diese Löwenexekutionen öffentlich wurden, hat aber ein Bild erzeugt, dass alle Jäger über einen Kamm schert und die gute, nachhaltige Jagd in Afrika weltweit beschädigt hat. Doch es ist ein Zerrbild, spiegelt nicht das wieder, wofür die weit überwiegende Mehrzahl aufrechter Jägerinnen und Jäger steht: Für den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, aber auch für die Bereitschaft, ein Abenteuer bei der Jagd erleben zu wollen, Risiken einzugehen. 

Wenn wir verhindern wollen, dass uns Jägern immer mehr genommen wird, dann müssen wir für unsere Zunft einstehen, müssen mit- und füreinander kämpfen. Auc...

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