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Editorial

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Bernd Kamphuis | 1 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 41

Jagd und Despoten …
 

Viele jagdlich hochinteressante Länder dieser Erde werden von Machtinhabern regiert, die man nicht unbedingt als lupenreine Demokraten bezeichnen kann. Erdogan in der Türkei zum Beispiel. Oder über Jahrzehnte Robert Mugabe in Simbabwe. Auch der aus meiner Sicht kaum zu ertragende Trump in den USA gehört in die Riege derer, die ich nicht zu meinen Favoriten zähle … Etliche andere ließen sich hinzufügen. Sollte man trotzdem in solche Länder fahren, um dort zu jagen? Unterstützt man damit nicht indirekt deren Systeme?
Ich bin der Meinung, dass man unbedingt in solche Länder reisen sollte – vorausgesetzt, dass man sich nicht in echte Gefahr begibt –, denn zum einen unterwirft man sich dadurch nicht dem Diktat der vermeintlich großen Politik und zum anderen wird man nur durch den Aufenthalt in solchen Ländern mehr über deren tatsächliche Struktur erfahren. Und vor allem hat man dadurch die Chance, die richtigen, wackeren und aufrichtigen Leute vor Ort zu unterstützen, die in den Ländern leben, aber nicht die Politik des Landes zu verantworten haben.
Vielmehr leiden etliche Berufsjäger und Outfitter unter den politischen Verhältnissen. In der Türkei ist dies zurzeit der Fall. Die Rahmenbedingungen, die von der Tages­politik kreiert und durch die negativen Schlagzeilen in die Welt getragen werden, ­lassen Touristen das Land meiden. Das gilt auch für Jäger. Und um ehrlich zu sein, habe ich mir im Vorfeld meiner Reise auch Gedanken gemacht, ob alles sicher sein ­würde. Was ich vor Ort erlebt habe, hat alle Zweifel beiseite gewischt. Natürlich.
Es waren herrliche Tage.
In diesem Sinne,

Ihr
Bernd Kamphuis
Chefredakteur

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