Jagdzeit jetzt
Newsletter Anmeldung
Die Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit möglich.

IM PORTRAIT – Weniger Beute, mehr Jagd!

portrait
Bernd Kamphuis | 7 Min. Lesezeit
Ein Artikel aus Ausgabe 20

Henrik Lott ist ein deutscher Jäger, dessen jagdliche Laufbahn interessant ist. Hoch passioniert jagte er in heimischen Revieren, machte ordentlich Beute und ging seinem Hobby erfolgreich nach. Alles perfekt, so schien es. Aber seine Passion ließ nach, bis er die Jagd schließlich fast ganz aufgab. Doch dann wurde alles anders …

Text: Bernd Kamphuis 
Fotos: Bernd Kamphuis, Henrik Lott, Sebastian Steinbrink

 

Um gleich mal zum Punkt zu kommen: Kimme und Korn lautet die sparsame Devise. Immer. Ob in den schottischen Highlands, in Afrika oder in Deutschland. Kein Zielfernrohr hat er auf seinen Gewehren, jagt ausschließlich über offene Visierung. Mit Ausnahme der Fuchsjagd, die er im Winter in seinem Niederwildrevier betreibt. Warum tut er sich das an, wo doch mittlerweile unglaublich gute Zielfernrohre die Jagd vereinfachen? Gegen den Trend erhöhten Technikeinsatzes und wider die materielle Aufrüstung, sozusagen „Back to the roots“? 

Um Beute zu machen, muss Henrik Lott nahe ans Wild ran. Da ist jägerisches Können gefragt.

Man muss ein wenig den Werdegang von Henrik Lott beleuchten, um zu verstehen, warum er, und zwar bis auf die Fuchs-Hegejagd, ausschließlich ohne Zielfernrohr jagt. Aufgewachsen auf dem Land und im seit Generationen jagdlich geprägten Umfeld in der Nähe Bielefelds, war das Thema Jagd allgegenwärtig. Schon als kleiner Junge ist er mit seinem Vater auf die Jagd gegangen, hat alleine mit dem Luftgewehr Ratten geschossen, die die Voliere unsicher machten. Als Schussgeld gab es damals übrigens zwei Mark pro Nager! Viel Geld, aber auch ohne diesen finanziellen Anreiz hätte er zur Büchse gegriffen. Denn die Passion lag quasi in den Genen, und dass er den Jagdschein machen würde, war klar. Nach bestandenem Abitur legte er mit 20 dann auch die Variante in grün nach. 

So r...

Sie haben schon ein Abo? Jetzt anmelden ›
Sofort weiterlesen?
Jetzt Abo abschließen
... und sofort Zugang zu allen Ausgaben erhalten
DIGITAL Abo
DIGITAL Abo 6,90 € / pro Monat
Erhalten Sie unbeschränkten Zugang zu allen digitalen Ausgaben – 7 Tage kostenlos testen!
Mehr Erfahren
Beliebteste Option
PLUS Abo
PLUS Abo 85,00 € / jährlich
Sparen Sie 30%! Sie erhalten vier Jagdzeit Ausgaben im Jahr plus unbeschränkten Zugang zu allen Artikel in digitaler Form.
Mehr Erfahren
PRINT Abo
PRINT Abo 85,00 € / jährlich
Erhalten Sie vier mal im Jahr eine hochwertige Ausgabe der Jagdzeit!
Mehr Erfahren

Weitere relevante Artikel

SCHWEIZ – Chlasi: Ein Portrait

schweiz alpen portrait
Peter Vonow | 7 Min. Lesezeit
Chlasi war Bauer und Jäger. Viele Jahrzehnte hat er auf seiner Hochalpe gelebt, Vieh gehütet und wenn’s ging, Gämsen gejagt. Der Blick auf den alten Chlasi, auf sein eremitisches, einfaches Leben in den Schweizer Bergen, ist wie ein Blick in die Vergangenheit. Peter Vonow ist mit ihm auf die Pirs...

ENGLAND – Das Portrait IX: Mister Kynoch

portrait interview munition england
Dr. Frank B. Metzner | 32 Min. Lesezeit
Die Namen Kynoch und David C. Little sowie deren Munition in der klassischen gelb-roten Packung kennt jeder Jäger, der sich für Gewehre im Großkaliberbereich interessiert. Vergangene Zeiten, Safaris im kolonialen Stil, Abenteuer und Großwild mit Patronen von Kynoch auf der Höhe der Zeit. Wie war ...

KENIA - Das Porträt XIV: Der Wildtierarzt - Als jagender Veterinär im „alten Kenia“

wildlife management portrait kenia
Dr. Frank B. Metzner & Dr. Karin Scherer | 58 Min. Lesezeit
Dr. Dieter Röttcher hat ab 1965 in Kenia gelebt, gejagt und als Tierarzt im Wildlife Management gearbeitet. Sein Zuhause war unter anderem die aus dem Film „Jenseits von Afrika“ bekannte Farm am Fuße der Ngong-Berge.   Ein Leben, geprägt von Abenteuern im Busch und gesegnet mit besonderen Bekannt...